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Demo-Party Revision: Gelungener Einstand

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Seit Freitag läuft im E-Werk Saarbrücken die Demo-Party Revision. Sie tritt in die Fußstapfen der Breakpoint, die acht Jahre lang zum Pflichtprogramm der Demoszene gehörte.

Bei Demos handelt es sich um meist in Echtzeit berechnete Audio-/Video-Spektakel, die 2D- und 3D-Effekte mit atmosphärischer Musik zu einem möglichst effektvollen Ganzen kombinieren. Auf Partys wie der Revision stellen Grafiker, Programmierer und Musiker ihre Werke vor und lassen sie in "Compos" vom Publikum bewerten.

Einige der Organisatoren haben bereits die Breakpoint und das TUM ausgerichtet, hinter den Kulissen gibt es aber auch neue Gesichter. Um mit der Zeit zu gehen, wurden neue Wettbewerbskategorien eingeführt. Heute fanden unter anderem die Grafik- und Musik-Compos statt. Am Nachmittag lief der erste Wettbewerb für Browser-Demos, dessen Beiträge aus HTML5 und JavaScript zusammengebaut waren. Sonst sind in der Szene eher Hochsprachen und Assembler die Mittel der Wahl. Hier hielt sich die Anzahl der Beiträge noch in einem sehr überschaubaren Rahmen.

Am Samstag abend lief die Compo der PC-Intros der 4k-Kategorie – bei jeder Demoparty ein Highlight. Elf Teilnehmergruppen bemühten sich, so viele Effekte wie möglich in 4kByte zu packen.

Die Stimmung vor Ort ist entspannt – die Gäste der ersten Revision genießen die Sonne und grillen fleißig. Gestern nachmittag gab es sogar Raclette: Damit warben die Organisatoren der Schweizer Buenzli-Party für ihre eigene Veranstaltung im August. Über 800 Besucher sind aus ganz Europa angereist – eine positive Überraschung; Anfang der Woche hatten sich erst 600 angemeldet. Zusätzlich rechnen die Veranstalter heute noch mit bis zu 50 Kurzzeitbesuchern, die nur zu den den heute abend stattfindenden Hauptwettbewerben kommen. Zu den Anwesenden gehört auch "Sir Garbagetruck", ein Maskottchen der Demoszene. Der Amerikaner reiste extra vom parallel veranstalteten The Gathering nach Saarbrücken, nachdem er dort die jährlichen Scene.org-Awards verliehen hatte.

Revision 2011: Vor Ort (6 Bilder)

Mit über 1900 Quadratmetern bietet das Saarbrücker E-Werk den Teilnehmern der Revision mehr als genug Platz. (Bild: Stefan Göhler)

Im Vergleich zur Breakpoint wirkt die Revision etwas geordneter und gesitteter. Die Stadt Saarbrücken hat den Organisatoren unter die Arme gegriffen und auch über die eigenen Kommunikationskanäle auf die Veranstaltung hingewiesen. Etwa 30 Saarbrücker nahmen heute das Angebot für eine Stippvisite an, darunter auch die Oberbürgermeisterin.

Heute um Mitternacht findet das Hauptereignis statt: Die Wettbewerbskategorie PC Demo. Morgen früh endet dann die Abstimmungsphase; die Preisverleihung findet gegen 11 Uhr statt. (ghi)