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Demo-Party "The Ultimate Meeting" zum Zehnten

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Die Invitation zum TUM 2010 von Nuance

Kaum ist Weihnachten vorbei, beginnt die Demo-Party "The Ultimate Meeting". Vom 27. bis 29. Dezember trifft sich in Karlsruhe Durlach ein bunter Haufen Leute, um frisch programmierte Demos zu bestaunen. In diesem Kontext sind "Demos" peppige Präsentationen in Bild und Ton, die meist in Echtzeit berechnet werden. Die eingesetzten Effekte sind oft technisch interessant und immer unterhaltsam; als Plattform dienen derzeit vor allem Windows-PCs.

Das diesjährige Motto lautet "Never Stop that Feeling". Neben den Wettbewerben lockt die Veranstaltung mit kostenlosem Frühstück ("The Ultimate Breakfast"), kostenlosem Kaffe, Tee und Glühwein sowie einer Grillrunde am Dienstag – "Ultimate Meat-Thing" getauft.

Bei Demo-Partys sind beileibe nicht nur echte Programmierer gern gesehen; das TUM empfiehlt sich auch für Normalsterbliche, die Spaß daran haben, zu bestaunen, was man aus einem PC so herausholen kann. Die Veranstalter rechnen derzeit mit etwa 200 Teilnehmern; aktuell sind knapp 120 Besucher registriert. Die meisten Gäste kommen aus Deutschland; einige reisen aber auch aus umliegenden Ländern an, darunter auch Russland.

Dem hochtrabenden Namen zum Trotz sind die Ursprünge des TUM durchaus bescheiden: Die Party begann 1999 als Geburtstagsfeier für ein Mitglied der deutschen Demoszene. Seit 2002 ist die Party eine reguläre Veranstaltung; seit sechs Jahren findet sie in der Festhalle Karlsruhe/Durlach statt.

Männer und Frauen zahlen für die gesamte Veranstaltung 35 Euro Eintritt. Wer auf dem Weg zum TUM mehr als 700 Kilometer zurücklegt oder aus dem Ausland anreist, erhält eine ermäßigte Eintrittskarte. Wer nur die Haupt-Wettbewerbe bestaunen will, kann am 28. Dezember ab 18 Uhr für 25 Euro dazustoßen. Auf der TUM-Website finden sich auch Informationen zur Anreise.

Die Invitation zum TUM 2010 von Nuance

Das zehnjährige Jubiläum wollen die Veranstalter mit einer "Best-of-Demoshow" mit den Höhepunkten der letzten Jahre begehen. Auch in diesem Jahr sind die Wettbewerbe wieder in Musik, Demos, Grafik, Spiele und "Wild" aufgeteilt. Letzteres ist eine "Anything-Goes"-Kategorie, in der mitunter schon mal Geldautomaten zur Demo-Plattform zweckentfremdet werden. In den Demo-Kategorien "High-End" sind neben PC und Mac auch Amiga PPC sowie diverse Spielekonsolen vertreten. Angesichts der schwindenden Beiträge für alte Plattformen wie C64 und Amiga werden diese Beiträge in der "Low-End-Competition" zusammengefasst.

Einen besonderen Ansporn bietet die "Fast Compo": Hier wird das Thema erst auf der Party bekannt gegeben; sodass den Entwicklern nur wenige Stunden bleiben, um etwas Ansprechendes auf die Beine zu stellen. Alle Wettbewerbsbeiträge werden mit einem Full-HD-Beamer auf eine Leinwand projiziert, wie es auch bei der Breakpoint und Evoke zum Standard gehört. Über die Gewinner stimmt das Publikum ab; am letzten Tag findet dann die Preisverleihung statt.

Apropos Breakpoint, die in diesem Jahr zum letzten Mal stattfand: Mittlerweile können die Veranstalter bestätigen, dass auch 2011 eine Oster-Party steigen wird, unter neuem Namen und möglicherweise an neuem Ort. Gerüchten zufolge werden auf dem TUM zusätzliche Informationen preisgegeben und eventuell auch schon eine Einladung gezeigt – selbstredend in Form einer kurzen PC-Demo. Die Einladung für das TUM 2010 stammt von Nuance; man kann sie entweder als EXE herunterladen oder bei YouTube betrachten. Die Videoversion sollte man aber nur als Notbehelf sehen: Richtigen Spaß macht so eine Invitation erst, wenn dabei der Prozessor kräftig schwitzt. (ghi)