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Demoscene trifft sich in Köln

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In Köln findet an diesem Wochenende zum neunten Mal die Demopartie Evoke statt. Die Veranstalter erwarten über 400 Besucher aus aller Welt zu dem Computerkunst-Festival in der Kölner Vulkanhalle. In diesem Jahr werden zum ersten Mal auch Linux-Demos prämiert.

Demos sind ein besondere Kategorie der Computerkunst: Programmierer, Grafiker und Musiker schaffen gemeinsam eine Art digitalen Film, der direkt auf dem vorführenden Computer berechnet wird. Vorberechnete Grafiken sind bei Demos verpönt und nur in gesonderten Wettbewerben zugelassen. Die beteiligten Künstler sind meist in internationalen Gruppen organisiert, die sich nur selten auf Demoparties wie der Evoke treffen.

Die Gruppen treten in verschiedenen Kategorien gegeneinander an. In der schwersten Kategorie dürfen die Demos nur vier Kilobyte groß sein, in der nächsten Stufe sind immerhin 64 Kilobyte erlaubt, in der dritten Wettbewerbskategorie dürfen die Programme 15 Megabyte belegen. Der beschränkte Platz reicht den Demogruppen für mehrere Minuten meist actionreicher Handlung in mehr oder weniger fantastischen Umgebungen. Die besten Beiträge werden vom Publikum gewählt und mit Preisen belohnt. Sonderpreise gibt es für die jeweils besten Demos für Linux und MacOS X, die meisten Demo-Programmierer nutzen in den letzten Jahren allerdings Windows für ihre Werke. Gleichzeitig reizen die Demoprogrammierer ihre Fähigkeiten auch auf alternativen Plattformen wie Spielekonsolen oder Mobiltelefonen aus.

Die kreativen Programmierwettbewerbe werden traditionell von Hardware-Produzenten wie Intel oder ATI unterstützt, in diesem Jahr gehört Microsoft zum ersten Mal zu den Sponsoren der Demoparty. Auch das Kulturamt Köln unterstützt die Veranstaltung des Kölner Vereins Digitale Kultur, die mittlerweile zu den etabliertesten der Demoscene in Europa gehört. Wer nicht vor Ort sein kann, kann sich die Wettbewerbe auch online ansehen: Das Team von demoscene.tv überträgt die Höhepunkte der Party live über das Internet. (Torsten Kleinz) / (jk)

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