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Demoszene-Osterparty geht in "Revision"

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Auf der gerade in Karlsruhe stattfindenden Demo-Party "The Ultimate Meeting" (tUM) wurde heute ein Ersatz für das bisherige Ostertreffen der Szene angekündigt.

Die Demoszene ist eine digitale Subkultur begabter Programmierer, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mit in Echtzeit generierter Grafik und Musik das Letzte aus der Hardware herauszuholen. Auf ihren Partys zeigen die Entwickler ihre neuesten Werke, die dort vom Publikum bewertet werden. Bis 2010 war die Breakpoint die weltgrößte Demo-Party. Auf der tUM lud jetzt eine Invitation zum Nachfolger der Breakpoint ein: "Revision" soll sie heißen; der neue Veranstaltungsort ist das E-Werk in Saarbrücken – die Industriehalle mit bietet 1900 Quadratmeter Platz.

Einige der Organisatoren saßen schon bei der Breakpoint mit am Ruder. Dennoch betonen die Veranstalter, die neue Party sei kein direkter Nachfolger, sondern ein Neustart zum gleichen Zeitpunkt. Hinter Revision steht derselbe "Verein Tastatur und Maus", der auch tUM veranstaltet – somit kann die Veranstaltung auf die Erfahrung der Alteingesessen zurückgreifen. Schon jetzt weist Revision eine illustre Gästeliste vor, die neben Rebels und Smash Designs auch Farbrausch einschließt.

Wie die Breakpoint dauert auch die Revision das gesamte Osterwochenende, also vom 22. bis zum 25. April 2011. Die Party folgt weitgehend der szeneüblichen Struktur mit Wettbewerbsbeiträgen, die bestimmte Rahmenbedingungen einhalten müssen: Intros mit 4 und 64 kByte Größe, PC-Demos und Musikwettbewerbe. Es werden aber auch neue Kategorien eingeführt, darunter Demos für Mac, Linux und .NET.

Die Invitation zur Revision 2011

Geplant sind auch Seminare und Workshops für Entwickler, die in den letzten beiden Jahren bei der Evoke und der Breakpoint schmerzlich vermisst wurden. Zur Planung gehören auch ein Outdoor-Bereich mit Lagerfeuer und DJ-Zelt.

Mit über 1000 Besuchern war die Breakpoint die weltweit größte auf Demos spezialisierte Party der Szene. Andere Veranstaltungen wie The Gathering zählen zwar mehr Besucher, umfassen aber auch Spielturniere. Ursprünglich wollten die Breakpoint-Veranstalter schon 2009 den Stecker ziehen – bis sie das Publikum davon überzeugte, doch weiterzumachen. Die Breakpoint 2010 sollte dann aber definitiv die letzte sein: "We are very old", klagten die Hauptveranstalter mit einer gewissen Selbstironie.

Damit sich die neue Party möglichst weit herumspricht, setzen die Veranstalter der Revision auf Grassroots-Marketing über Facebook, Posterous und Twitter. Auf diesen Kanälen sollen in regelmäßigen Abständen Neuigkeiten zum aktuellen Stand der Dinge veröffentlicht werden. Neugierige können schon mal die Invitation herunterladen; sie läuft unter Windows und Mac OS X. (ghi)

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