Der Boom der Chatbots

Die Facebook-Messenger-Plattform zieht Massen an Entwicklern an – auch wenn noch nicht sicher ist, ob es die Technik wirklich im Endkundengeschäft zu etwas bringt.

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Von
  • Ben Schwan

Nach der Einführung der Chatbots-Plattform im Rahmen des Facebook Messenger im vergangenen Frühjahr gibt es weiterhin einen großen Boom der Technik unter Entwicklern, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Der Hype um die Chatbots"). Laut einer Untersuchung der Citibank wächst die Zahl der Laberroboter 70 Prozent schneller als es iPhone-Apps im Jahr der Einführung des Apple App Store 2008 taten.

Doch das ist nicht die einzige Parallele zwischen Bots und App-Hype. Laut der "Financial Times" glaubt Phil Libin, Chef des Produktivitätssoftwareproduzenten Evernote, dass wir uns in einer Periode befinden, in der Bots kaum mehr darstellen als "Gimmicks". Ähnlich sah es auch beim iPhone mit den ersten Apps im Jahr 2008 aus.

Das Team hinter der Facebook-Plattform ist mittlerweile allerdings etwas vorsichtiger geworden und versucht, Erwartungen zu dämpfen. Mitte September sagte David Marcus, Chef der Facebook-Messenger-App, auf der die Chatbots basieren, das Thema sei "wirklich sehr, sehr schnell overhypt" worden. Die Software, die bereits existiert, arbeite noch nicht so, wie er sich das erhofft habe.

Chatbots sollen Alltagsprobleme lösen. So kann man mit ihnen Wissensfragen lösen, online Reisen planen oder – seit neuestem – Geld an andere User schicken sowie Einkäufe bezahlen. Bei Facebook nutzt man eine eigene Assistenzfunktion, die auf einer Mischung aus künstlicher Intelligenz und einem echten menschlichen Team besteht.

Bei Facebook glaubt man, dass Nutzer ihre Onlinegeschäfte künftig ähnlich tätigen wollen, wie sie ihre Instant-Messaging-Beziehungen führen – es geht bei der Messenger-Plattform explizit darum, Kunden einfacher mit Unternehmen zu verbinden. Daneben verfügt Facebook auch noch über die Tochter WhatsApp, die ebenfalls ähnliche Pläne hat.

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(bsc)