Der Krieg zwischen FBI und Hackern eskaliert

Von Razzien betroffene Hacker wehren sich mit einem Angriff auf die Website des FBI.

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Von
  • Oliver Diedrich

Die Auseinandersetzungen zwischen dem FBI und Angehörigen der amerikanischen Hackerszene, die Mitte der Woche mit FBI-Razzien bei Hackern und einem Angriff auf die Website des FBI begonnen haben (siehe Bericht), gehen jetzt in die zweite Runde. Nachdem AntiOnline Mittwoch abend über die Vorfälle berichtet hatte, erhielten die Betreiber der Website im Laufe des Donnertags eine Aufforderung des FBI an verschiedene Internet Service Provider, alle Aktivitäten einer langen Liste von Personen und Gruppen zu protokollieren. Die Liste enthält unter anderen bekannte Persönlichkeiten der Hackerszene und die Hackergruppe Global Hell (gH), deren Mitglieder von den FBI-Razzien besonders betroffen waren, aber auch Chat-Kanäle wie #gaysex, #lezbiansex, #hackunix oder #linux.

Doch auch die Hacker haben zurückgeschlagen: Eine Gruppe namens M0D (Masters of Downloading) hat die offizielle Website des amerikanischen Senats attackiert und dort das M0D-Logo sowie Schmähungen an die Adresse des FBI hinterlassen. Die Website ist inzwischen -- ebenso wie die des FBI -- vom Netz genommen worden.

Das FBI hat mittlerweile sowohl die Aktionen gegen Hacker im Raum Houston als auch die Angriffe auf www.fbi.gov offiziell bestätigt. Die FBI-Website sei aufgrund einer Überlastung durch "Denial-of-Service"-Angriffe vom Netz genommen worden, um zusätzliche Schutzmaßnahmen einzurichten und sicherzustellen, daß niemand in die Website eingedrungen sei. (odi)