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Der US-Musikmarkt schrumpfte 2006

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Die US-amerikanische Musikindustrie hat im vergangenen Jahr 11,51 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaftet. Das sind gegenüber 2005 rund 6 Prozent weniger. Der Rückgang ist laut einem Bericht der Washington Post darauf zurückzuführen, dass die anhaltenden Einbrüche beim Verkauf von physischen Tonträgern nicht durch Musikdownloads ausgeglichen wurden.

615 Millionen Musik-CDs wurden vergangenes Jahr in den USA verkauft, nach Stückzahlen knapp 13 Prozent weniger als im Jahr zuvor und nach Umsatzzahlen 8 Prozent weniger. Demgegenüber wuchs der Umsatz mit Internet-Downloads um 75 Prozent auf 878 Millionen US-Dollar, der mit Mobil-Downloads wie zum Beispiel Klingeltönen um 84 Prozent auf 774 Millionen US-Dollar.

Mitch Bainwol, Chef der Recording Industry Association of America (RIAA) zeigte sich trotz der Zahlen optimistisch. Es gebe trotz aller Schwierigkeiten Anlass für Hoffnung. Die Nachfrage nach Musik sei so kräftig wie ehedem. Die Plattenfirmen führen damit fort, neue Geschäftsmodelle und Umsatzströme zu entwickeln, beispielsweise bei mobilen und Online-Videos, zitiert die Washington Post Bainwol.

Kürzlich wurde bekannt, dass auch der deutsche Musikmarkt weiter schrumpft. Von 1998 bis 2006 ging der Umsatz um eine Milliarde auf 1,7 Milliarden Euro zurück. Auch hier wird der Downloadmarkt immer wichtiger, und der Kampf gegen nicht-lizenzierte Downloads behält – so wie in den USA – für die Musikindustrieverbände einen hohen Stellenwert.

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(anw)