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Der neue iPod shuffle spricht [Update]

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Der neue iPod shuffle spricht mit seinem Anwender.

(Bild: Apple)

Apple hat seinen kleinsten iPod renoviert. Der neue iPod shuffle ist mit 45,2 mm × 17,5 mm × 7,8 mm (mit Clip) nur noch knapp halb so groß wie der Vorgänger, bietet aber Platz für 4 GByte Musik. Apple verzichtet nicht nur weiterhin auf das Display, sondern erstmals auf sämtliche Bedienelemente am Player selbst. Gesteuert wird der Shuffle über eine im Kopfhörerkabel eingelassene Bedieneinheit – was natürlich den Einsatz anderer Kopfhörer praktisch unmöglich macht. Per Knopfdruck soll man Befehle wie Play oder Pause ausführen, die Lautstärke regeln, Wiedergabelisten wechseln oder die neue Sprachausgabe anfordern können.

Damit die Nutzer nicht nur auf den Shuffle-Modus angewiesen sind, sondern sich blind im Musikbestand zurechtzufinden, bekommen sie akustisches Feedback: Der iPod shuffle nennt per VoiceOver-Funktion Interpret sowie Titel von Songs und die Namen von Wiedergabelisten; Klangbeispiele für die sympatische Kunststimme finden sich auf der Apple-Homepage. Darüber hinaus kann das Gerät Statusinformationen wie den Akkuladestand ansagen. Insgesamt "spricht" der Shuffle 14 Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Die Sprachschnipsel werden offenbar von iTunes beim Synchronisieren erzeugt und mit auf das Gerät übertragen. Eine Akkuladung soll für 10 Stunden Musikwiedergabe reichen.

Der aus Aluminium gefertigte iPod Shuffle wiegt 10 Gramm und lässt sich wie gehabt an die Kleidung klipsen. Er ist in schwarz und silber erhältlich und kostet 75 Euro; zum Lieferumfang gehören Apple Earphones mit Fernbedienung und ein spezielles USB-Kabel.

Update:
Apple hat inzwischen ein Knowledge Base-Dokument zur Fremdkopfhörer-Problematik beim neuen iPod Shuffle online gestellt. Demnach sind "Kopfhörer oder Audio-Zubehör von Apple oder dritten Parteien, die keine integrierte Fernbedienung enthalten" inkompatibel zu dem Musikspieler. Ganz tonlos bleiben diese allerdings nicht: Steckt man einen regulären Kopfhörer oder Lautsprecher mit 3,5 mm-Klinkenanschluss ein, beginnt der Shuffle zu spielen, wenn man am Gerät den Wiedergabemodus auf linear oder zufällig schaltet. Gestoppt wird per Ausschalten oder Ziehen des Steckers.

Eine Titelselektion oder eine Veränderung der Lautstärke ist so logischerweise nicht möglich. Wem Apples beim neuen Shuffle mitgelieferte Kopfhörer nicht passen, kann nur noch zu In Ear-Stöpseln mit Fernbedienung greifen, die der Computerkonzern seit einigen Wochen verkauft – sie kosten mit 79 Euro allerdings vier Euro mehr als der Player selbst. Alle anderen müssen warten, bis Apple oder Dritthersteller Adapter bauen; laut einem Bericht der amerikanischen Businessweek soll es diese geben. Wann und zu welchem Preis ist derzeit noch unklar. (vza)