Desktop-Prozessoren Intel Core i-10000: Hyper-Threading in allen Klassen

Präsentationsfolien untermauern Gerüchte, dass bei der Prozessorserie Comet Lake-S nicht nur die Core i9 zwei Threads pro CPU-Kern aufweisen.

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(Bild: c't)

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In der kommenden Prozessorfamilie Core i-10000 alias Comet Lake-S deaktiviert Intel offenbar nicht mehr Hyper-Threading zur Produktdifferenzierung. Auf drei aufgetauchten Präsentationsfolien sind die groben Spezifikationen zu Core i9, Core i7 und Core i5 vermerkt, die alle Hyper-Threading einsetzen, also zwei Threads pro CPU-Kern abarbeiten. Bei den Core-i3-Prozessoren soll das ebenfalls der Fall sein.

Mit jeder nächst höheren Klasse kommen demnach zwei Rechenkerne und folglich vier Threads dazu: Laut den Folien von Videocardz nutzen Core-i9-Prozessoren wie der Core i9-10900K künftig 10 Rechenkerne und 20 Threads. Die Core i7 sollen mit 8 Rechenkernen und 16 Threads erscheinen, die Core i5 mit 6 Rechenkernen beziehungsweise 12 Threads. Das geleakte Material untermauert somit frühere Gerüchte.

Präsentationsfolien zu Intel Comet Lake-S alias Core i-10000 (3 Bilder)

(Bild: Videocardz )

In der aktuellen Serie Core i-9000 alias Coffee Lake-S Refresh nutzen sowohl der Core i9-9900K als auch der Core i7-9700K acht CPU-Kerne. Zur Differenzierung deaktiviert Intel bei den Core-i7-Modellen Hyper-Threading. Da CPUs mit 6 Kernen und 12 Threads in vielen Anwendungen etwa so schnell sind wie Achtkerner ohne Hyper-Threading, deaktiviert Intel die Funktionsweise auch bei den günstigeren Prozessoren.

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Gerüchten und frühen Händlerlistungen zufolge stellt der Core i7-10700K einen Core i9-9900K mit leicht erhöhtem Basistakt dar. Dafür soll der Core i7-10700K rund 100 Euro weniger kosten. Bei Comet Lake-S setzt Intel auf altbewährte 14-Nanometer-Technik mit zusätzlichen Rechenkernen. Erst der Nachfolger Rocket Lake-S bringt voraussichtlich eine erneuerte CPU-Architektur, aber weiterhin mit 14- und nicht effizienterer 10-nm-Technik. (mma)