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Detailreichste Siedlungskarte veröffentlicht

Karten wie die „World Settlement Footprint“ helfen Geographen dabei, zu untersuchen, wo Menschen leben und wie ihre Präsenz sich auf den Planeten auswirkt.

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(Bild: DLR)

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Forscher vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Weßling haben eine neue globale Karte der menschlichen Besiedlung enthüllt, die den Fußabdruck der Menschheit detaillierter und genauer als je zuvor zeigt.

Mattia Marconcini und Kollegen nennen ihre Karte den "World Settlement Footprint“ und haben sie auf der Online-Platform ArXiv vorgestellt. Das schreibt Technology Review online in "Eine neue Karte zeigt detailreicher als je zuvor, wo Menschen leben". Die Karte ist auf der Website für den Austausch akademischer Daten "Figshare" frei verfügbar.

Detaillierte Karten wie die "World Settlement Footprint“ helfen Geographen dabei, zu untersuchen, wo Menschen leben und wie ihre Präsenz sich auf den Planeten auswirkt. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Die Weltbevölkerung beläuft sich auf rund sieben Milliarden Menschen. Etwa die Hälfte lebt in Städten. Unternehmen wie Google, Microsoft und Projekte wie OpenStreetMaps haben zwar ebenfalls umfangreiche Karten, aber meist nur von bevölkerungsreichen Gebieten und sie basieren oft auf teuren kommerziellen Karten. Deshalb haben Geographen schon lange eigene Karten von menschlichen Siedlungen erstellt, die genauer, global konsistenter und frei verfügbar sind.

Marconcini und Kollegen haben große Anstrengungen unternommen, um die Fehler, die frühere Karten plagten, zu minimieren oder zu beseitigen. Zum einen untersuchten sie zunächst mehrere Bilder desselben Ortes, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Zielzeitraum von 2015 aufgenommen wurden, um die durch extremes oder ungewöhnliches Wetter verursachten Verzerrungen zu umgehen. Anschließend verglichen sie diese Bilder und gingen davon aus, dass sich menschliche Siedlungen im Laufe der Zeit anders verändern als andere Oberflächenmerkmale wie Wälder, landwirtschaftliche Nutzflächen und so weiter. Dies mildert auch die Auswirkungen extremer Wetterereignisse. Zum anderen führten sie diese Analyse an Radarbildern des Radarsatelliten Sentinel-1 und an optischen Bildern des Erdbeobachtungssatelliten Landsat-8 durch. Auf diese Weise werden die Mängel von Radarbildern durch die optischen Bilder gemildert und umgekehrt.

Mehr dazu in Technology Review online in:

(vsz)