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Details zu Mainboardchipsätzen für Nehalem-Desktop-CPUs

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Knapp zwei Wochen bevor Intel auf dem IDF Fall 2008 einige Informationshäppchen zu zukünftigen Intel-Produkten herauslassen dürfte, hat die asiatische Webseite Expreview.com einen Screenshot einer vermutlich von Intel stammenden und nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Kundepräsentation online gestellt. In dem Bildschirmfoto finden sich einige Informationen zu den Piketon und Kings Creek genannten Chipsätzen der Ibex-Peak-Familie, die sich für Intels Nehalem-Desktop-CPUs eigenen sollen.

Beide kümmern sich demnach um 6 SATA-Ports, 14 USB-Anschlüsse, Gigabit-LAN, RAID und HD-Audio; acht PCI-Express-Ports versorgen ferner PCIe-Erweiterungskarten oder -Onboard-Chips. Piketon fehlen allerdings die eher im Unternehmensumfeld interessanten und von Kings Creek unterstützten Features wie Active Management Technology (AMT) 6.0 oder TPM. Auch HDCP sowie die Unterstützung für HDMI, DVI oder DisplayPort bieten die Ibex-Peak-Chips prinzipiell – der Grafikkern soll sich aber nicht im Chipsatz, sondern in der CPU befinden und von dort die Daten über einen Flexible Display Interface (FDI) an den Chipsatz weitergeben.

Anbindung von Speicher, PCI-Express und Chipsatz bei den verschiedenen Nehalem-CPUs

Da zukünftige Intel-Desktop-CPUs der Nehalem-Architektur sich auch um die Speicher- und PEG-Slots kümmern, kann die bei heutigen Intel-Chipsätzen übliche Northbridge entfallen, die sich bislang um diese Dinge kümmerte. Die Ibex-Peak-Chipsätze bestehen daher nur aus einem Chip, der im Wesentlichen die Funktionen bietet, die auf heutigen Mainboards die im Intel-Jargon als I/O Controller Hub (ICH) genannte Southbridge übernimmt. Die Kommunikation mit den derzeit als Lynnfield und Havendale bekannten Nehalem-CPUs für "gewöhnliche" Desktop-PCs erfolgt über das PCIe-ähnliche Direct Media Interface (DMI).

Laut der durchgesickerten Folie will Intel die Ibex-Peak-Chipsätze im August oder September des nächsten Jahres einführen. Das deckt sich mit den aktuellen Informationen zum Erscheinungstermin der Mainstream-Desktop-CPUs mit Nehalem-Architektur. Schon Ende diesen Jahres will Intel hingegen die Highend- und Server-CPUs mit der Nehalem-Variante Bloomfield vorstellen – die setzen zur Kommunikation mit dem Chipsatz jedoch auf den QuickPath-Interconnect (QPI) und verwenden einen anderen Sockel als die Desktop-CPUs. (thl)