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Deutlicher Umsatzeinbruch bei 3Com

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Der kalifornische Netzwerkkomponenten-Hersteller 3Com hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres einen Verlust von knapp 518 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Der Nettoverlust pro Aktie beträgt 1,52 US-Dollar und ist damit deutlich höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als das Minus bei 0,42 US-Dollar lag. Als Grund für das schlechte Ergebnis gibt das Unternehmen neben den hohen Kosten für Umstrukturierungen einen deutlichen Umsatzeinbruch an: im vierten Quartal, das am 1. Juni endete, seien die Umsätze um 39 Prozent zurückgegangen.

"Unsere Branche und unser Unternehmen erleben gerade grundlegende Veränderungen. Diese sind traumatisch, schmerzlich und notwendig", kommentiert 3Com-Chef Bruce Claflin die Situation. Sein Unternehmen mache bei der Kostenreduzierung gute Fortschritte. Bereits im Mai war die Entlassung von 3000 Mitarbeitern bekannt geworden. Claflin kündigte nun weitere Entlassungen an. Insgesamt solle die Zahl der Stellen, die im November 2000 noch 12.000 betrug, bis zum November dieses Jahres auf rund 7000 reduziert werden.

Bis Ende November werde das Unternehmen die geplanten Umstrukturierungen abgeschlossen haben. Im kommenden Geschäftsjahr solle daher die Veränderung der Produktpalette im Vordergrund stehen. Claflin erwarte "eine vorteilhaftere Mischung von Produkten" heißt es im 3Com-Geschäftsbericht. Medienberichten zufolge soll die Zahl der Produkte verringert werden, wobei das Unternehmen die Produktion von DSL-Modems für Privatkunden sowie von Highspeed-Datenkabeln ganz einstellen wolle. (dwi)