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Deutsch-japanische Asteroidenmission Hayabusa2 gestartet

Mit einigen Tagen Verspätung ist nun die deutsch-japanische Asteroidenmission Hayabusa2 gestartet. Sie soll 2018 den Asteroiden 1999 JU3 erreichen und darauf ein Jahr später den Lander Mascot absetzen. Für den ist das DLR verantwortlich.

Japanische Asteroidenmission Hayabusa2 gestartet

(Bild: JAXA)

Die japanische Sonde Hayabusa2 ist am Mittwoch vom Weltraumbahnhof Tanegashima gestartet und nun auf dem Weg zum Asteroiden 1999 JU3. Das teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit, von dem der Lander Mascot (Mobile Asteroid Surface Scout) stammt. Mascot soll 2019 auf dem Asteroiden aufsetzen soll. Wegen starker Winde vor Ort war der eigentlich für den 30. November geplante Start um einige Tage verschoben worden. Nun lief aber offenbar alles nach Plan.

Mascot soll 2019 über den Asteroiden hüpfen.

(Bild: DLR)

Hayabusa2 ist nun vier Jahre lang unterwegs zu dem Himmelskörper, der einen Durchmesser von gerade einmal rund einem Kilometer hat. Auf ihrer Reise soll sie kommendes Jahr bei einem Swingby an der Erde Schwung holen. Im Sommer 2018 wird dann der Asteroid erreicht und zuerst einmal kartiert. Läuft alles nach Plan, wird Mascot dann aus 100 Metern Entfernung zu dem Asteroiden sinken. Was der Kometenlander Philae vor wenigen Tagen noch unfreiwillig machte, ist bei Mascot dann Teil der Mission: Die Sonde soll auf dem Asteroiden aufsetzen und sich dann hüpfend weiter bewegen. So sollen an mehren Orten auf dem Himmelskörper Messungen vorgenommen werden. Hayabusa2 soll derweil im Orbit Material aufnehmen und dann zur Erde zurückbringen.

Insgesamt soll Mascot 16 Stunden lang auf dem Kometen arbeiten und forschen. Wegen der Gewichtsbegrenzungen – der Lander durfte nicht mehr als 10 Kilogramm wiegen, ein Zehntel des Gewichts von Philae – hat er keine Solarpaneele und wird nur von einer Batterie versorgt. Mascot enthält insgesamt vier Instrumente, ein Radiometer, eine Kamera (beide vom DLR), ein Spektrometer (vom Institut d’Astrophysique Spatiale in Orsay) und ein Magnetometer (der TU Braunschweig). Sind jeweils alle vier zum Einsatz gekommen, hüpft der Lander bis zu 70 Meter weiter. Zuständig für das Gefährt ist das "Mascot Control Center" des DLR in Köln. (mho)

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