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Deutsche Bahn testet Roboter-Assistentin im Kundenservice

Im Reisezentrum des Berliner Hauptbahnhofes soll ein Roboter dem Kundenservice unter die Arme greifen und Hilfesuchenden Auskunft geben.

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SEMMI bei der Interaktion mit Kunden.

(Bild: Deutsche Bahn AG/Hans-Christian Plambeck)

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Die Deutsche Bahn testet am Berliner Hauptbahnhof einen Roboter im Kundendienst. "SEMMI" soll als zusätzlicher Ansprechpartner im Kundenzentrum dienen und so das Servicepersonal entlasten. Das System reiht sich damit ein in die verschiedenen Projekte der Bahn, Probleme mittels Digitalisierung und künstlicher Intelligenz anzugehen.

Einfache Fragen zur Navigation im Bahnhof oder zu Abfahrtszeiten von Zügen kann SEMMI direkt und in gesprochener Sprache beantworten. Dafür hat sie unter anderem eine Schnittstelle zum normalen Fahrplaninformationssystem der Bahn. Das System, das zuvor bereits am Flughafen in Frankfurt und am Hauptbahnhof in Tokio im Testeinsatz war, ist im Wesentlichen ein humanoider Kopf, der samt Torso aus einem Automaten ragt.

Neben der Kommunikation in mehreren Sprachen kann SEMMI auch mimisch reagieren und soll auch so einen Mehrwert gegenüber der normalen Auskunft am Automaten bieten. "Sozio-Empathische Mensch-Maschine-Interaktion" nennt die Bahn das, was quasi SEMMIs ausgeschriebener Name ist.

Die künstliche Intelligenz des Systems ist allerdings nicht im Roboter integriert, sondern liegt in der Cloud. Wie sie in ihrer Pressemitteilung schreibt, hat die Deutsche Bahn dafür ein eigenes Dialogsystem entwickelt, das unabhängig von SEMMI auch in Chatbots oder als reiner Sprachassistent eingesetzt werden kann. Das System soll dabei kontinuierlich aus der Interaktion mit Reisenden lernen und so besser und besser darin werden, deren Fragen zu beantworten. Unter anderem dafür wird SEMMI für die nächsten sechs Wochen am Hauptbahnhof in Berlin stehen und kann ausprobiert werden. (syt)