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Deutsche Bank: Software-Panne bei Geldtransfer-Prüfung entdeckt

Deutsche Bank

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Kunden des größten deutschen Geldhauses sollen bald auch mit dem Handy an der Ladenkasse zahlen können.

(Bild: dpa, Arne Dedert)

Die Deutsche Bank hat Fehler in einer Software gefunden, die Zahlungen von Großkunden prüfen sollte.

"Bei einer dieser Anwendungen sind zwei von 121 Parametern nicht korrekt definiert." Dabei sei es darum gegangen, Transaktionen im Nachhinein zu analysieren, nicht um die Ausführung von Geldströmen. Die Deutsche Bank bestätigte damit einen Bericht der Süddeutschen Zeitung. Demnach hat das Geldhaus Probleme, Zahlungen von Großkunden vorschriftsmäßig zu überprüfen.

Mitarbeiter der Abteilung Finanzkriminalität hätten den Fehler im System entdeckt, nachdem die Bank ihre Prozesse im Herbst vergangenen Jahres verbessert habe, hieß es weiter. Die Bank arbeite daran, den Fehler "schnellstmöglich" zu beheben und befinde sich dazu "im engen Austausch mit den Regulatoren".

Die Panne ist heikel, weil Banken gehalten sind, Kunden und die Herkunft ihrer Gelder genau zu prüfen. Das soll etwa Geldwäsche [1] verhindern. Die Deutsche Bank wird ohnehin besonders von den Behörden beobachtet: Die Finanzaufsicht Bafin hat ihr Herbst einen Sonderaufpasser verpasst, um die Umsetzung von Vorgaben gegen Geldwäsche zu überwachen.

Die Panne wurde kurz vor der Hauptversammlung bekannt. Dort müssen sich Konzernchef Christian Sewing und Aufsichtsratschef Paul Achleitner ohnehin auf Kritik der Anteilseigner gefasst machen. Deutsche-Bank-Aktien haben binnen eines Jahres fast 38 Prozent an Wert verloren und waren erst zuletzt erneut eingebrochen. Mehrere Stimmrechtsberater empfehlen den Aktionären, die Bankführung nicht zu entlasten. (axk [2])


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[1] https://www.heise.de/meldung/Geldwaesche-ueber-N26-Konten-4401654.html
[2] mailto:axk@heise.de