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Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation DCSO gegründet

Vier deutsche DAX-Konzerne wollen sich in Deutschland um die Cyber-Sicherheit kümmern. Volkswagen, Allianz, BASF und Bayer gründen einen eigenen Sicherheits-Dienstleister.

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Cyberkriminalität

(Bild: dpa, Uli Deck/Archiv)

Die "Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation DCSO GmbH" mit Sitz in Berlin soll durch Volkswagen, Allianz, BASF und Bayer gegründet werden. Sie soll "bevorzugter Cyber-Dienstleister" der deutschen Wirtschaft werden und eng mit dem Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammenarbeiten. Innenminister Thomas de Maizière begrüßte das Vorhaben und freute sich, dass die deutsche Wirtschaft Verantwortung in Sachen Cyber-Sicherheit auf "Premium-Niveau" übernimmt.

An der DCSO halten die vier DAX-Konzerne jeweils ein Viertel der Anteile, wollen aber weitere Firmen aufnehmen. Als erste praktische Übung soll die DCSO ein "anonymisiertes Lagebild der nationalen Cyber-Sicherheit" erstellen. Im Jahre 2016 möchte man interessierten Unternehmen Security-Audits anbieten. Langfristig will die Organisation mit nicht näher genannten Kooperationspartnern eigene Sicherheitstechnologien entwickeln, die die technologische Souveränität Deutschlands unterstützen. Als GmbH soll die Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation Gewinne erwirtschaften, die in die Forschung fließen.

Erste Reaktionen der Sicherheitsbranche auf die neue Cyber-Inititiative sind verhalten positiv. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung begrüßte ein Sprecher der Deutschen Telekom den DCSO-Ansatz einer umfassenden IT-Sicherheit, den Telekom und T-Systems mit ihren eigenen Sicherheitsinitiativen freilich seit Jahren propagierten. Gleichzeitig stellte die Telekom klar, dass man sich nicht an der DCSO beteiligen werde, obwohl die neue Sicherheitsfirma erklärtermaßen weitere Mitglieder werben will. (ps)