Bitkom: Deutsche Digitalbranche auf Wachstumskurs

Die Prognosen für Umsatz und Beschäftigtenzahl in Deutschlands Digitalbranche fallen für 2020 positiv aus. Knapp 40.000 Jobs sollen hinzukommen.

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(Bild: Pushish Images/Shutterstock.com)

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Die Beschäftigtenzahl in der Digitalbranche soll dieses Jahr erstmals eine Zahl von 1,2 Millionen Menschen erreichen. Der Branchenverband Bitkom erwartet in seiner Jahresprognose, dass 2020 der Umsatz für IT-Produkte, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik um 1,5 Prozent auf 172,2 Millionen Euro ansteige.

Verglichen mit der Gesamtwirtschaft in Deutschland sei die Geschäftslage in der Digitalbranche "deutlich besser", so Bitkom-Präsident Achim Berg. Andere Länder seien allerdings immer noch weit voraus: In China wachse der Umsatz für Informations- und Kommunikationstechnik um 6,1 Prozent, in Indien um 5,5 Prozent und in den USA immerhin noch um 3,2 Prozent.

Das größte Wachstum verzeichne der Bereich Software in der Informationstechnik. Mit 6,4 Prozent auf 27,6 Milliarden liegt er damit vor Dienstleistungen und Projektgeschäft, die immerhin ein Plus von 2,4 Prozent auf 41,9 Milliarden Euro für sich verbuchen konnten. Grund für die wachsende Nachfrage im Bereich Software sei, dass Unternehmen ihre Organisationsstruktur verändern und Digitalstrategien entwickeln würden.

Rote Zahlen schreibe dagegen die Unterhaltungselektronik. Das komme daher, dass Konsumenten lieber in Smartphones und neue Dienste investierten, anstatt in Geräte der Unterhaltungselektronik. Im Bereich Telekommunikation soll der Markt um 0,9 Prozent auf 68,8 Milliarden Euro wachsen.

Durch die Digitalisierung, die jedes Jahr in Deutschland zehntausende neuer Jobs entstehen lasse, trete ein Problem immer weiter in den Vordergrund: der Fachkräftemangel. Es fehle an IT-Experten, die die neu entstehenden Stellen ausfüllen können. Laut einer Bitkom-Studie blieben Ende vergangenen Jahres 124.000 Jobs für IT-Spezialisten unbesetzt. Berg bezeichnete den Fachkräftemangel als "Bremsklotz der Digitalbranche" und der gesamten deutschen Wirtschaft. (kim)