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Deutsche E-Mail-Anbieter durchsuchen Mails nicht nach Kinderpornos

Um Kinderpornografie auf die Spur zu kommen, durchsuchen Google, Facebook und Microsoft die Inhalte ihrer Nutzer. Deutsche Anbieter halten es anders.

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Die E-Mail-Anbieter Deutsche Telekom, Web.de und GMX scannen Nachrichten ihrer Kunden nicht auf illegale Inhalte wie Kinderpornografie. E-Mails würden lediglich auf Viren und Spam geprüft, erklärte ein Sprecher von Web.de und GMX, die zu United Internet gehören, gegenüber der dpa.

Die Suche nach Kinderpornographie in privaten E-Mails ist nicht vereinbar mit dem deutschen Datenschutz, sagen hiesige Anbieter.

(Bild: dpa, Jan-Philipp Strobel)

"Eine inhaltliche Überwachung der E-Mails halten wir nicht für vereinbar mit deutschem Datenschutz", hieß es. Auch einen Scan privater E-Mails zu Werbezwecken, wie er etwa bei Gmail und Yahoo stattfindet, gibt es laut eigenen Angaben nicht bei den Diensten von United Internet. Ähnlich sieht es die Deutsche Telekom. "Wir scannen keine E-Mails auf illegale Inhalte", sagte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber heise online. Scans zu Werbezwecken fänden ebenfalls nicht statt.

Die US-Konkurrenten Microsoft und Google gleichen Fotos auf ihren Diensten automatisch mit bekannten Bildern von Kinderpornografie ab. Der Abgleich erfolgt über aus den Bildern errechnete Hashwerte, wobei die von Microsoft mitentwickelte Software PhotoDNA zum Einsatz kommt. Verdachtsfälle melden sie an eine zentrale Stelle in den USA, was gesetzlich vorgeschrieben ist.

Beide Unternehmen hatten diese Woche für Schlagzeilen gesorgt, weil sie mit Hinweisen zur Verhaftung von Kinderpornographie-Besitzern beigetragen haben. Google fiel ein Gmail-Nutzer auf, der ein einschlägiges Bild verschickte, Microsoft kam einem Verdächtigen auf die Spur, der Bilder in seinem OneDrive-Speicher hatte und per Mail verschicken wollte. (Mit Material der dpa) / (axk)

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