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Deutsche Musikindustrie setzt ein Drittel mit Audio-Streaming um

Von den knapp 1,6 Milliarden Euro Umsatz aus dem Musikverkauf gingen im vergangenen Jahr 34,6 Prozent auf das Konto von Spotify, Apple Music & Co.

Deutsche Musikindustrie setzt ein Drittel mit Audio-Streaming um

Umsatzanteile aus dem Musikverkauf.

(Bild: BVMI)

Jeden dritten Euro verdient die deutsche Musikindustrie mittlerweile mit Hilfe von Streaming-Plattformen wie Spotify oder Apple Music. Von den knapp 1,6 Milliarden Euro Umsatz aus dem Musikverkauf gingen im vergangenen Jahr 34,6 Prozent auf das Konto von Streaming, wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Vor einem Jahr summierte der BVMI den Jahresumsatz auf 1,59 Milliarden Euro, davon entfielen 24,1 Prozent auf die Wiedergabe von Musik und Hörbüchern via Internet.

Umsatzentwicklung digitaler Musikverkäufe.

(Bild: BVMI)

Der CD-Verkauf ist weiter rückläufig, die Silberscheibe bleibt aber mit einem Anteil von 45,4 Prozent wichtigster Tonträger. Vor einem Jahr betrug der CD-Anteil noch 53,8 Prozent.

Die klassische Vinyl-Platte wird immer gefragter, ihr Anteil lag bei 4,6 Prozent gegenüber 4,4 Prozent im Jahr 2016. Der Digitalmarkt, zu dem neben Streaming auch Downloads oder Klingeltöne gehören, lieferte fast die Hälfte (46,6 Prozent) des Umsatzes, physische Tonträger steuerten 53,4 Prozent bei.

BVMI-Vorstandschef Florian Drücke kritisierte, dass rund die Hälfte des Musik-Streamings in Deutschland über Dienste wie YouTube laufe, ihr Umsatzanteil aber bei nur knapp zwei Prozent liege. Es sei deswegen sehr zu begrüßen, dass sich Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag zu schärferen Lizenz-Regelungen und damit zur Beteiligung der Plattformen an der Refinanzierung bekannt hätten. (mit Material der dpa) / (anw)

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