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Deutsche Musikwirtschaft beklagt "ausufernde private Vervielfältigung"

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Der Absatz von Tonträgern ist im ersten Halbjahr laut jüngsten Zahlen der deutschen Phonowirtschaft im ersten Halbjahr um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum auf 63,8 Millionen Stück zurückgegangen. Demgegenüber wuchs der Downloadmarkt um 36 Prozent auf 10,2 Millionen Einzelsongs und 0,7 Millionen "Bundles". Zu der Entwicklung bei Musikdownloads trügen zunehmend auch Downloads auf mobile Endgeräte bei, teilt der Verband IFPI mit.

"Das sind gute Zeichen, dennoch fällt die Marktentwicklung insgesamt schwächer aus als erhofft", meint Michael Haentjes, Vorsitzender der Deutschen Phonoverbände. Als "Bremsen für eine positive Marktentwicklung" bei legalen Angeboten macht er das "anhaltend hohe Niveau der Nutzung illegaler Quellen im Internet" wie Tauschbörsen und "die ungelösten Probleme durch ausufernde private Vervielfältigung" aus. Der Verband will nach eigenen Angaben seine Anstrengungen zur Bekämpfung illegaler Angebote weiter intensivieren.

Der Absatz von CD-Alben habe sich mit 54,6 Millionen Stück stabil gezeigt. Der gesamte Longplay-Absatz habe hingegen wegen weiter sinkender MC-Absätze einen Rückgang um 1,5 Millionen Stück aufgewiesen. Der Single-Absatz lag mit insgesamt 6,5 Millionen Stück um 1,1 Millionen unter dem Vorjahresergebnis. Der Absatz von Musikvideos wurde um 4,7 Prozent auf 4,5 Millionen Stück gesteigert. (anw)