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Deutsche Telekom: "Ausbau der Glasfaserinfrastruktur zahlt sich aus"

Bei Umsatz und Gewinn wird die Telekom vom starken Euro und Sonderbelastungen gebremst, sieht aber Erfolge bei der Zahl der Breitband- und Mobilfunkkunden.

Missing Link: Der Kampf um die Glasfaser, oder: Der verpasste Breitbandausbau in Deutschland

Die Deutsche Telekom hat auch im zweiten Quartal den starken Euro zu spüren bekommen. Der Umsatz sank trotz des weiter wachsenden US-Geschäfts wegen der Umrechnung in die Heimatwährung insgesamt um 2,8 Prozent auf 18,367 Milliarden Euro. Ohne solche Wechselkurseffekte und Zu- wie Verkäufe hätte der Umsatz um 1,3 Prozent auf zugelegt.

Insgesamt sprach die Telekom davon, dass sich in Deutschland der "konsequente Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur" auszahle. Und T-Mobile USA bleibe "auch nach Bekanntgabe der Pläne für den Zusammenschluss mit dem Wettbewerber Sprint in der Erfolgsspur"

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging leicht um 0,3 Prozent auf 5,93 Milliarden Euro zurück. Auch hier schlug der starke Euro spürbar zu Buche. Der Konzernüberschuss ging um 43,4 Prozent auf 495 Millionen Euro zurück. Hier belastete vor allem die Einigung im jahrelangen Rechtsstreit mit dem Bund über den Betrieb des Mautsystems Toll Collect – die Telekom zahlt 550 Millionen Euro, um das Verfahren beizulegen.

Weil die US-Sparte weiter bei Umsatz und Gewinn wächst, erhöhte die Telekom ihre Ergebnisprognose für 2018 im laufenden Geschäft erneut leicht um 100 Millionen Euro auf 23,4 Milliarden Euro. Die Prognose klammert Währungseffekte aus und basiert auf den durchschnittlichen Wechselkursen von 2017.

In Deutschland haben nach Angaben der Telekom mittlerweile 74 Prozent der Haushalte Zugang zu glasfaser-basierten Anschlüssen. Dazu zählt die Telekom nicht nur direkte Haus- und Endkundenanschlüsse per Glasfaser (FTTH), sondern auch per Glasfaser bis zum Kabelverzweiger auf der Straße (FTTC) angebundene VDSL- und Vectoring-Anschlüsse. 624.00 neue Kunden für solche Anschlüsse zum Ende des zweiten Quartals bedeuten nunmehr 11 Millionen Kunden in diesem Bereich.

Die gesamte Zahl der Festnetzanschlüsse (DSL, Telefonie) in Deutschland ging um 160.000 auf 18,989 Millionen zurück. Es zeigt sich, dass das Ende von ISDN tatsächlich naht: Von diesen Festnetzanschlüssen waren bereits 13,629 Millionen IP-basiert, ein Zuwachs von 786.000. Die Zahl der Breitbandanschlüsse wuchs insgesamt um 80.000 auf 13,437 Millionen.

Zum 1. August können 6 Millionen Haushalte in Deutschland Internet-Zugang über Super-Vectoring bekommen, das die Kupferleitung zum Kabelverzweiger noch einmal weiter ausrezit und Downstream-Raten von bis zu 250 MBit/s bietet. Zum Jahresende 2019 sollen zwei Drittel der deutschen Haushalte Zugang zu Super-Vectoring bekommen.

Für die TV-Angebote der Marke Entertain hat die Telekom mittlerweile 3,24 Millionen Kunden, ein Zuwachs von 47.000. Die meisten Kunden dürften dabei Entertain über IPTV einsetzen; eine genaue Aufschlüsselung nach IPTV-. und Satelliten-Zugang gab die Telekom nicht bekannt.

Die Zahl der Mobilfunkkunden stieg um 293.000 auf 43,023 Millionen, davon waren 24,965 Millionen Vertragskunden (Postpaid). 45 Prozent der Mobilfunk-Vertragskunden nutzen inzwischen ein MagentaEins-Bündelprodukt. (jk)

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