Deutsche Telekom: "Erfolgreichstes Jahr der Unternehmensgeschichte"

Mit Breitbandausbau und Wachstum in den USA verzeichnet die Telekom Erfolge – und sieht sich als "Nummer eins der Branche" bestätigt.

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VDSL-Kabelverzweiger der Telekom in Berlin

(Bild: Volker Briegleb)

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Ein starkes US-Geschäft und der Breitbandausbau im eigenen Netz hat der Deutschen Telekom im vergangenen Jahr Steigerungen bei Umsatz und Gewinn beschert. Insgesamt erwirtschaftete der Bonner Konzern 2019 rund 80,5 Milliarden Euro und damit rund 6,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus den Jahreszahlen hervorgeht. Übrig blieb ein Konzernüberschuss von 3,9 Milliarden Euro, der damit um rund 79 Prozent höher liegt als 2018.

Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahrs wuchs der Umsatz um 5,4 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Der Gewinn belief sich auf 654 Millionen Euro nach einem Verlust von 431 Millionen Euro im gleichen Vorjahresquartal. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 hatte die Telekom 210.533 Mitarbeiter, zum Ende des Vorjahres waren es 215.675.

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Die Telekom spricht angesichts des Ergebnisses von Rekordzahlen: "Die Deutsche Telekom schaut auf das erfolgreichste Jahr ihrer Unternehmensgeschichte zurück."

Damit habe man die Position als klare Nummer eins der Branche in Europa bestätigt, jubelte der Telekom-Vorstandsvorsitzender Tim Höttges. Für das Jahr 2020 rechnet die Telekom mit einem weiter steigenden Umsatz.

In Deutschland kann die Telekom mittlerweile für rund 28 Millionen Haushalte und Unternehmensstandorte DSL-Breitbandanschlüsse mit Supervectoring (Bandbreiten bis zu 250 Mbit/s) bereitstellen. 14,4 Millionen glasfaserbasierte Anschlüsse gab es zu Ende 2019 im Telekom-Netz, 2,2 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Zu den glasfaserbasierten Anschlüssen zählt die Telekom auch FTTC-Anschlüsse, also Glasfaser bis zum Kabelverzweiger auf der Straße, die dann per Kupferader (und mit DSL) bis in die Haushalte geführt werden. Für das IPTV-Angebot (MagentaTV) hat die Telekom mittlerweile mehr als 3,6 Millionen Kunden. Allein im vierten Quartal 2019 gab es hier 74.000 Neukunden.

Die Zahl der Kunden für Festnetzanschlüsse in Deutschland sank im Jahresvergleich um 4,3 Prozent auf 17,8 Millionen, bereits 17,5 Millionen davon waren IP-basiert – die Telekom hat die Umstellung ihrer Telefonanschlüsse auf VoIP also nahezu abgeschlossen. Kunden mit Breitbandanschlüssen zählte die Telekom 13,7 Millionen, ein Zuwachs um 1,2 Prozent im Jahresvergleich.

Die Mobilfunk-Serviceumsätze legten in Deutschland im Quartal um 1,4 Prozent zu. Die Anzahl der Mobilfunkkunden lag zum Ende des vierten Quartals bei 46,2 Millionen, eine Steigerung von 1,3 Prozent gegenüber dem dritten Quartal und von 4,5 Prozent gegenüber dem Ende des vorigen Geschäftsjahrs. Von den Mobilfunkkunden hatten 25,3 Millionen einen Laufzeitvertrag (Post-Paid).

Aus dem US-Geschäft kamen rund die Hälfte der Umsätze. T-Mobile US hat mittlerweile 86 Millionen Kunden, ein Zuwachs im Jahresvergleich um 8 Prozent. Ein US-Gericht machte zuletzt den Weg frei, die US-Tochter T-Mobile mit dem kleineren Rivalen Sprint zu fusionieren. Dem US-Geschäft der Telekom dürfte dies weiteren Schub geben. (jk)