Deutsche Telekom engagiert sich in der Drohnen-Abwehr

Der Konzern will einem Zeitungsbericht zufolge den Schutz vor Ausspähung und Angriffen durch Hobby-Drohnen anbieten.

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Deutsche Telekom engagiert sich in der Drohnen-Abwehr

(Bild: dpa, Google)

Von
  • Johannes Schuster

Die Deutsche Telekom will noch in diesem Jahr Behörden und Unternehmen ein System zu Drohnen-Abwehr zum Kauf offerieren. Es geht dabei um den Schutz von Orten wie Flughäfen, Sportstadien, Autoteststrecken oder von Großereignissen mit Prominenten. Der Konzern hat gegenüber der Welt am Sonntag die Pläne bestätigt.

Die Telekom will bei dem Projekt mit erfahrenen Firmen zusammenarbeiten und hat diese laut "WamS" zu einem Testlauf auf den Flugplatz in Tannheim südlich von Ulm eingeladen. Darunter waren Dedrone aus den USA, Droneshield aus Australien, Squarehead Technology aus Norwegen, Rohde & Schwarz und Airbus DS Electronics and Border Security (EBS). Die Teilnehmer mussten dabei auf simulierte Bedrohungsszenarien wie das Ausspähen von Personen oder das Abwerfen einer Bombe reagieren. "Alle Anbieter haben noch Hausaufgaben zu machen", zitierte das Blatt das Resümee der Telekom.

Laut des Berichts geht die Deutsche Flugsicherung (DFS) davon aus, dass es in Deutschland mehr als 400.000 Drohnen gebe – meist im privaten Besitz. Darunter seien nicht nur Spielzeug-Quadcopter, sondern auch Fluggeräte, die mehrere Kilogramm Last tragen können. Neuere Modelle lassen sich leicht steuern und umfliegen mittels Sensoren automatisch Hindernisse, wie auch ein Test in Mac & i zeigte.

Dem Bericht zufolge haben bereits Autohersteller bei der Telekom nach einem System gefragt, mit dem sie ihre Teststrecken gegen das Ausspionieren geheimer Prototypen schützen können. Auch der FC Bayern sehe sich nach Abwehrgeräten für sein Stadion um. Trotz Verbotszone werden immer wieder mal Drohnen in der Einflugschneise von Flughäfen gesichtet, kommen in die Nähe von Flugzeugen oder treffen sie sogar. Im September 2013 stürzte eine Drohne während einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Dresden nur wenige Meter von Bundeskanzlerin Angela Merkel ab. (jes)