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Deutsche Telekom feiert 10 Jahre Innovation Labs

In Berlin feierte die Deutsche Telekom den 10-jährigen Geburtstag ihrer T-Labs mit Prominenz und Neuheiten. Bildungsministerin Wanka und Bürgermeister Wowereit gratulierten der nach Telekom- Angaben "größten Public-Private-Partnership von Europa".

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Für die Deutsche Telekom sind die T-Labs mit 200 Forschern in Berlin, Tel Aviv und Mountain View ein wichtiger Inovationsmotor. Vom eBook Tolino über die "wesentlichen Bestandteilen von Firefox OS" bis zur Heimvernetzung mit Qivicon reicht das Portfolio der T-Labs. Jede zweite Patentanmeldung der Telekom kommt aus dem Innovationslabor.

Zur Geburtstagsfeier zeigte die Telekom erstmals ihren Hybrid Access Router, der DSL und LTE gleichzeitig verarbeitet. Außerdem gab es Einblicke in das Software Defined Networking (SDN) und eine Präsentation der Virtual Set-Top-Box als HDMI-Dongle.

Bildungsministerin Johanna Wanka betonte in ihrer Rede, dass die Verbindung des deutschen Maschinenbaus mit der IT unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" die große Chance für ein kleines, ressourcenarmes Land wie Deutschland ist. Die T-Labs seien ein wichtiger Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung, wie überhaupt die verstärkte Zusammenarbeit mit der Telekom in punkto Sicherheit für die Bundesregierung an Bedeutung gewinne.

Klaus Wowereit, der Regierende Bürgermeister von Berlin, freute sich darüber, wie sexy seine Stadt für Startups und Entwicklungslabore geworden ist, seitdem 2004 die T-Labs als eine der ersten Firmen dieser Art dort gegründet wurden. Aus der Ferne gratulierten unter anderem Mitchell Baker von der Mozilla Foundation und Katrin Suder von der Unternehmensberatung McKinsey, die künftige Staatssekretärin im Verteidigungsministerium.

10 Jahre Telekom Innovation Labs (5 Bilder)

Jede Menge Gratulanten

V.l.n.r.: Heinrich Arnold (Leiter der T-Labs), Thomas Kiessling (CTO der Deutschen Telekom), Timotheus Höttges (CEO der Deutschen Telekom), Klaus Wowereit (Berlins Bürgermeister), Johanna Wanka (Bildungsministerin), Christian Thomsen (Präsident der TU Berlin, einem Labs-Partner) (Bild: heise online/Detlef Borchers)

Zum Geburtstag zeigten die T-Labs ihre Hybrid Access Lösung auf Basis eines Raspberry-Pi-Routers, bei der ein DSL-Zugang mit dem LTE-Empfang kombiniert wird. Auf diese Weise soll DSL mit 4 MBit um 800 Prozent mehr Geschwindigkeit schaffen. Gedacht ist die Lösung für "DSL-Communities", bei der der Netzzugang mit dem Nachbarn geteilt wird. Rund 20 Prozent der Bestandskunden der Telekom sollen von dieser Lösung profitieren, wenn sie Ende des Jahres offiziell in den Vertrieb kommt.

Als weiteres Highlight stellten die T-Labs das "Software Defined Networking" (SDN) vor, das derzeit in Kroatien angeboten wird. Hier übernimmt ein Call Center die Rolle des "Familien-Admin" und schaltet alle Geräte im Heimnetzwerk nach Kundenwunsch. Als Beispiele wurde ein "veraltetes Web Radio" genannt, das sich weigert, mit dem WLAN im Haus Kontakt aufzunehmen oder die Einrichtung eines "Schlafmodus" für alle Geräte, im Haus bis hin zur Heizung und Türsicherung. All dies könne von freundlichen Mitarbeitern im Call-Center gelöst werden, ehe der verzweifelte "Familien-Admin" zur Axt greift. Ein weiteres Exponat unter den Zukunftstechniken war die Virtuelle Set-Top-Box auf Basis eines HDMI-Dongles. (mho)