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Deutsche Telekom will Dividende anheben

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Die Deutsche Telekom will die Dividende für das laufende Geschäftsjahr anheben. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Ausschüttung von 0,78 Euro pro Aktie vor, wie die Gesellschaft am Donnerstag in Bonn mitteilte. Zuletzt hatte das Unternehmen 0,72 Euro pro Aktie gezahlt. Der Anhebung müssen noch die Aktionäre zustimmen, die am 15. Mai in Köln zur Hauptversammlung zusammentreffen.

Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick begründete den höheren Dividendenvorschlag mit der "guten operativen" Entwicklung. Im dritten Quartal hatte die Gesellschaft entgegen den Erwartungen einen leichten Ergebniszuwachs verzeichnet. Für das Gesamtjahr und für 2008 peile das Unternehmen weiterhin einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) an, sagte Eick. Er verwies allerdings darauf, dass die gute operative Entwicklung der Mobilfunktöchter in Großbritannien und den USA durch den starken Euro gedämpft worden sei.

Voraussichtlich wird die Ausschüttungssumme von 3,4 Milliarden Euro über dem Überschuss für das Gesamtjahr liegen. Eick verwies darauf, dass als Grundlage für die Dividende der freie Kapitalfluss besser geeignet sei als der Überschuss. Er beteuerte, dass sich die Telekom einer langfristigen Dividendenpolitik verpflichtet sieht. Ein solcher Schritt mache nur Sinn, wenn man langfristig nach vorne schaut.

Ungeachtet der höheren Dividenden schließt Eick weitere Akquisitionen nicht aus. Das Gegenteil sei der Fall, da durch die Maßnahme das Vertrauen der Kapitalmärkte in das Unternehmen gestärkt würden, sagte er. In den vergangenen Monaten hatten die Bonner Mobilfunkfirmen in Frankreich, Österreich und den USA übernommen, um ihre internationale Position zu stärken.

In den Jahren 2002 und 2003 hatte die Telekom die Dividende wegen eines Rekordverlustes und der hohen Verschuldung gestrichen. Seit 2004 wurde die Dividende Stück für Stück angehoben. Hintergrund ist eine deutlich bessere Finanzausstattung und die Forderung vieler Investoren. Profitieren werden vor allem die Großaktionäre Bund, KfW und der Finanzinvestor Blackstone, der 4,5 Prozent des Bonner Unternehmens kontrolliert. (dpa) / (jk)