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Deutsche halten an E-Mail am Arbeitsplatz fest

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Zwei von drei Deutschen können sich nicht vorstellen, am Arbeitsplatz auf E-Mails zu verzichten. Alternative soziale Kommunikationsformen, wie beispielsweise Soziale-Firmennetze à la Facebook, sind für 72 Prozent kein Ersatz. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Wall Street Journal Deutschland hervor. Demnach halten sogar 70 Prozent der 18- bis 34-Jährigen die Mail für die beste Form der Kommunikation im Berufsleben.

Regelungen, die die Mitarbeiter angesichts einer wachsenden Flut von E-Mail entlasten sollen, finden deswegen auch wenig Anklang. So sind 63 Prozent gegen Vorschriften, die es Mitarbeitern verbieten, außerhalb der Arbeitszeit berufliche E-Mails zu empfangen. Solch eine Regelung hatte Ende 2011 der Betriebsrat bei Volkswagen durchgesetzt.

Im Zusammenhang mit der Umfrage befragte Experten verwiesen dagegen auf einige Faktoren, die gegen E-Mails und für kollaborative Lösungen sprechen. So würden E-Mails heutzutage teilweise sehr unüberlegt verschickt, was viel Spam erzeuge. Außerdem könnten beispielsweise Änderungen, die einzelne Teilnehmer eines Mailaustauschs am Anhang vornehmen, zum Chaos führen. Unter anderem deswegen sei zu erwarten, dass die Akzeptanz von Alternativen mit deren Verbreitung auch steigen werde.

E-Mails könnten demnach in Zukunft noch als Medium für die Kommunikation mit offiziellem Charakter genutzt werden. Messenger und andere Plattformen für die Kommunikation würden dann ihren Vorteil ausspielen, dass sie noch näher am Gespräch dran sind. Die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten in Netzwerken ohne ständigen Mailaustausch finden bereits jetzt 61 Prozent vorteilhaft. (mho)

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