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Deutscher Computerspielpreis für "Chaos auf Deponia"

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Der letzte Teil der Deponia-Trilogie von Daedalic soll im Herbst für Windows und Mac OS X auf den Markt kommen.

(Bild: Daedalic)

Nachdem im vergangenen Jahr zum Unmut einiger Politiker zwei Killer-Spiele aus deutschen Landen mit dem Deutschen Computerspielpreis prämiert wurde, einigten sich die Juroren in diesem Jahr auf pädagogisch unbedenkliche Titel. Ausgezeichnet als "Bestes Deutsches Spiel" wurde am Mittwochabend der zweiten Teil der Adventure-Trilogie Chaos auf Deponia des Hamburger Spieleentwicklers Daedalic.

Das lustige Abenteuerspiel entführe erneut in eine "einzigartige Spielwelt, die Douglas Adams, Terry Pratchett oder Matt Groening nicht wahnwitziger hätten erfinden können", urteilte die Jury in Berlin. Erneut muss Anti-Held Rufus das Herz einer Frau gewinnen, deren Persönlichkeit auf drei Datasetten gespeichert ist, damit die Flucht von seinem Schrottplatz-Planeten gelingt. Das Adventure alter Schule setzte sich gegen das Rollenspiel "Risen 2" von Deep Silver und den mit der Kriegsthematik kritisch umgehenden Shooter "Spec Ops -- The Line" des Berliner Entwicklers Yager durch.

Als bestes Serious Game erhielt "Menschen auf der Flucht" der Potsdamer Entwickler Serious Games Solution einen Preis. Bei dem Titel geht es um den Bürgerkrieg im Kongo. Auf einer multimedialen Reise können Jugendliche die Wirren des Krieges nacherleben. Das Spiel sei preiswürdig, weil es die Problematik und das Leid von Flüchtlingen durch seine virtuelle Realität "emotional nachvollziehbar" mache, begründete die Fachjury ihre Entscheidung.

Als bestes Nachwuchskonzept wählte die Jury "GroundPlay" der Hamburger Hochschule HAW. Bestes Kinderspiel wurde "Meine 1. App" von appp media. Auszeichnungen erhielten auch Tiny & Big: Grandpa's Leftovers vom Black Pants Studio aus Kassel (bestes Jugendspiel), "World Wonders - The Towers of Babel" von Games in Flames (bestes mobiles Spiel) und Forge of Empires von InnoGames (bestes Browserspiel).

Der Deutsche Computerspielpreis wurde im Rahmen der Deutschen Gamestage in Berlin verliehen. Er wird von den Branchenverbänden BIU und GAME zusammen mit Kulturstaatsminister Bernd Neumann vergeben. Mit dem Preisgeld von insgesamt 385.000 Euro werden jährlich herausragende Entwicklungen der Branche in insgesamt acht Kategorien bedacht. (hag)