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Deutsches Internet-Institut geht nach Berlin

Hannover, Karlsruhe, Leipzig und Bochum haben das Nachsehen: In Berlin soll die Digitalisierung im Deutschen Internet-Institut erforscht werden, verkündete am Dienstag die Forschungsministerin.

Deutsches Internet-Institut geht nach Berlin

Diese Institutionen haben zusammen den Zuschlag bekommen.

Berlin bekommt den Zuschlag für das Deutsche Internet-Institut. Die Einrichtung werde in der Hauptstadt von einem Konsortium aus fünf Hochschulen und zwei außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus Berlin und Brandenburg gegründet, teilte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka am Dienstag mit. Es habe das beste Konzept vorgelegt. "Wir haben gute Chancen, dass sich hier ein Leuchtturm – nicht nur im deutschen Bereich – sondern auch international entwickelt."

Das Institut solle "unabhängig und interdisziplinär" den digitalen Wandel erforschen, um die Digitalisierung besser zu verstehen, sagte die CDU-Politikerin. Dazu gehörten etwa rechtliche, ethische und ökonomische Fragen und solche zur Wertschöpfung, "die sich aus der Flexibilisierung von Wertschöpfungsnetzwerken und der Interaktion zwischen Mensch und Technologie ergeben", wie das Forschungsministerium erläutert.

Auch gehe es um die Bedeutung der Digitalisierung für die Gesellschaft – von der Bildung und Weiterbildung bis hin zum Demokratieverständnis – sowie die Auswirkungen von Big Data auf Datensicherheit und Datenautonomie. Dabei sollen Forscher aus Sozial- und Geisteswissenschaften, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie aus technischen Disziplinen zusammenarbeiten.

Jeanette Hofmann, Professorin für Internetpolitik und Projektleiterin der Bewerbung, erklärte, der thematische rote Faden sei die "Selbstbestimmung in der vernetzten Gesellschaft". Insgesamt soll das Institut Themenradar und Impulsgeber sein sowie als Vernetzungsstelle, Koordinator und Kommunikator, Berater und Unterstützer, Informations- und Anlaufstelle wirken.

Nach einem erstem Auswahlverfahren waren fünf Kandidaten übrig geblieben. Neben der Berliner Bewerbung waren das die Bayerische Akademie der Wissenschaften in München, die Leibniz Universität in Hannover, das Karlsruher Institut für Technologie und die Ruhr-Universität Bochum.

Das Forschungsministerium fördert das Internet-Institut in den ersten fünf Jahren mit 50 Millionen Euro. An dem Institut beteiligt sind die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität der Künste Berlin, die Universität Potsdam, Fraunhofer-FOKUS und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Die gegenwärtige Regierung hatte es in ihrem Koalitionsvertrag sowie in der "Digitale Agenda 2014-2017" vorgesehen. (mit Material der dpa) / (anw)

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