Devuan: Jetzt solls los gehen

Die Debian-Forker der "Veteran Unix Admin" wollen jetzt mit der Arbeit an ihrer Debian-Variante ohne Systemd richtig loslegen. Die erste installierbare Version soll Ende Januar fertig sein.

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Devuan: Jetzt solls los gehen
Von
  • Oliver Diedrich

Die "Veteran Unix Admins" beschreiben sich selbst als Gruppe von altgedienten Unix-Admins, die eine eigene Variante von Debian GNU/Linux ohne das umstrittene Init-System Systemd bauen wollen. Ihrer Meinung nach ist die Entscheidung des Debian-Projekts für Systemd als Standard-Init-System der kommenden Debian-Version ein Fehler – auch wenn die Debian-Macher mittlerweile beschlossen haben, es dabei zu belassen, nachdem der Streit um Systemd mehrere Entwickler vertrieben hatte.

Jetzt soll die Arbeit an Devuan, so der Name des Forks, richtig los gehen: In den Devuan Weekly News vom heutigen Dienstag findet sich eine ambitionierte Roadmap. Bis zum 23. Januar soll das Repository mit den Devuan-Paketen bevölkert sein – derzeit befindet sich dort neben den GnuPG-Schlüsseln der Entwickler lediglich das Paket devuan-baseconf. An einigen weiteren Paketen wird im (passwortgeschützten) Devuan-Git-Repository mehr oder weniger intensiv gearbeitet: dem LSB-Kompatibilitätspaket, einer Sammlung von (bislang zwei) Devuan-Sprüchen für Fortune, dem Base-File-Paket sowie LoginKit und dem Udev-Fork Eudev als Ersatz für die entsprechenden Systemd-abhängigen Funktionalitäten in Debian.

Am 31. Januar soll bereits eine erste ISO-Datei mit dem installierbaren Devuan bereitstehen. Als Standard-Desktop ist XFCE 4 vorgesehen, Gnome 3 soll sich nachinstallieren lassen. (odi)