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Diaspora erreicht Version 0.6

Das dezentrale Social-Network Diaspora ist in Version 0.6 erschienen. Neben einem moderneren Interface bietet die neue Version eine leichtere Installation und endlich die Kapselung des Kommunikationsprotokolls in einer eigenen Bibliothek.

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Der deutsche Pod Geraspora setzt bereits die neue Version ein.

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Die Diaspora-Community hat die neue Version 0.6 des sozialen Netzwerks freigegeben. Es gibt ein aktualisiertes Design, Unterstützung für Themes und erstmals komplett öffentliche Profile. Die sollen es Organisationen und Firmen erleichtern, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Diaspora taugt damit auch einfach als Blog. Die Release-Ankündigung hebt auch den neuen Echtzeit-Chat auf Basis von XMPP hervor, über den sich Diaspora ins Jabber-Netzwerk einfügt. Das Chat-Konto soll sich über normale Jabber-Apps nutzen lassen.

Diaspora ist eine dezentrale Alternative zu Facebook. Da viele Mitglieder eigene Server (Pods) im Diaspora-Netzwerk betreiben, landen die Metadaten über die sozialen Beziehungen nicht bei einem Anbieter. Die neue Version kapselt das Kommunikationsprotokoll zwischen den Pods nun in einer eigenen Bibliothek. Das erleichtert die Entwicklung von Bots oder die Integration in andere Netzwerke.

Diaspora ist 2010 als Kickstarter-Kampagne gestartet und hatte damals eine Rekordsumme erzielt. Die vier Gründer Daniel Grippi, Maxwell Salzberg, Raphael Sofaer und Ilya Zhitomirskiy setzten aber mit MongoDB zunächst auf eine ungeeignete Datenbank. Mit dem Tod von Ilya Zhitomirskiy Ende 2011 geriet das Projekt in eine Krise und wurde als Community-Projekt der gleichnamigen Stiftung weiter geführt. Trotz großem Medienecho konnte Diaspora nie eine große Nutzerbasis aufbauen. The Federation zählt aktuell weniger als 20000 monatlich aktive Nutzer. (pmk)