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Die April-Verschwörung: China kauft Google

Unser alljährlicher Web-Rundgang zum ersten April förderte dieses Jahr teure Fische, Unternehmenskäufe und neue Geschäftsideen zu Tage: The Register ließ die Volksrepublik China die Mehrheit an Google erwerben, womit unter anderem auch die Kontrolle über das traditionsreiche Ames Research Center der Nasa, mit dem Google zusammenarbeitet, an China ginge.

Gleich das ganze Web 2.0 sollte sich angeblich Yahoo unter den Nagel reißen wollen, indem alle damit zusammenhängenden Firmen einfach gekauft werden. Falls das Geld nicht ausgeht, soll "Yahoo" fortan als Synonym zu "Web 2.0" gelten.

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Blizzard Entertainment, die Macher von World of Warcraft. wollen mit einer eigenen Restaurantkette "Burgercraft" bald McDonalds & Co Konkurrenz machen. Den tapferen Recken der Blizzard-Spiele sollen Gerichte wie Red Dragon Wings, Zealot Fries oder Moonfire Spam schmecken.

Die Ruhr Universität Bochum will Fische verbieten: Nach einer Pressemeldung sind ab sofort Aquarien als Bildschirmschoner für alle Universitätsrechner verboten. Nach Berechnungen des Rechenzentrums sollen PCs, die statt des Standby-Modus auf dem Monitor ständig ein virtuelles Aquarium anzeigen, fast 200 Watt mehr Leistung verbrauchen. Durch das Verbot will die Uni 220.000 Euro pro Jahr sparen.

Auch Fotografen sind auf dem Radarschirm der FIFA aufgetaucht. Laut einer Meldung von digitalkamera.de können die für die Spiele akkreditierten Fotografen auf die Tribünen verbannt werden, wenn sie die Herstellerlogos auf ihren Kameras und der Ausrüstung nicht abkleben. Ausgenommen wären nur Fotografen mit Kameras der FIFA-Sponsoren.

ThinkGeek meldete das iZilla Media Monster, das seinem Namen durchaus gerecht würde. Das Gerät in Form eines Aktenkoffers wiegt gut 15 Kilogramm. Es zeichnet sich durch ein Slot-In-Laufwerk für Vinyl-Platten und einen Speicher von 2000 Gigabyte aus. Kosten soll das iZilla 800 Dollar.

iZilla mit Slot-in-Laufwerk für Vinyl

Mit Google Romance betrat der Suchmaschinenbetreiber am ersten April ein weiteres Geschäftsfeld. Wer dort sein persönliches Profil hochlädt, für den sucht Google den passenden Partner und übernimmt sogar die Kosten für ein Date, falls die Personen einer thematisch auf sie zugeschnittenen Werbung zustimmen ("Contextual Date").

Wer gestylte Agenturfotos schon immer hasste, wird vielleicht bald bei Opera Models fündig. Dort zeigt Opera seit gestern Fotos von normalen Leuten, wie sie ihre elektronischen Spielereien wirklich einsetzen, und sei es auf der Toilette.

Auch einige Open-Source-Kapazitäten nutzten den ersten April: Richard Stallman kündigte an, Emacs neu zu schreiben, und schlug als Sprache Perl dafür vor, schließlich löse sich das Akronym zu "Perfect emacs rewriting language" auf. Larry Wall, der Perl-Erfinder erklärte, dass er zukünftig das Dollar-Zeichen in Perl durch ein Euro-Symbol ersetzen wolle.

Telepolis nahm die GEZ aufs Korn. Wenn in Zukunft auch ein Internetanschluss der Rundfunkgebührenpflicht unterliegt, dann, so folgerte das Onlinemagazin, müssten die öffentlich-rechtlichen Sender auch einen preiswerten Internetzugang für Gebührenzahler anbieten. Die GEZ soll eine DSL-Flatrate für 1,99 Euro und einen DSL-Anschluss mit 1 MBit/s für 2,99 Euro anbieten.

Zu Aprilscherzen im Web siehe auch:

(rij)
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