Menü

Die Bundesregierung bekommt auch "bundeskanzlerin-merkel.de"

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 169 Beiträge

Der Streit zwischen dem Bundespresseamt und dem Mannheimer Werbefachmann Holger Schmid um die Domain bundeskanzlerin-merkel.de ist laut einem dpa-Bericht beigelegt. Das Bundespresseamt habe ihn in einem neuerlichen Schreiben gebeten, einer Übertragung der Adresse auf das Bundeskanzleramt zuzustimmen, sagte Schmid am Dienstag und bestätigte damit Angaben des Mannheimer Morgen. Er wolle dieser Bitte nachkommen. Schmid hatte die Adresse 2001 auf sich registrieren lassen. Derzeit ist die Domain bei der .de-Registry DeNIC aber noch auf Schmid eingetragen; auf der Webseite findet sich die Testpage des Apache-Webservers unter Red Hat Enterprise Linux.

Vor kurzem noch hatte das Bundespresseamt Schmid schriftlich aufgefordert, die Registrierung bis zum 30. November löschen zu lassen. Anderenfalls werde das Amt eine einstweilige Verfügung beantragen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sowohl persönlichen Anspruch auf ihren Namen als auch auf die Bezeichnung Bundeskanzlerin, hatte das Amt argumentiert. Schmid hatte daraufhin erklärt, er werde die Registrierung nicht löschen lassen, weil die Domain ansonsten von anderen sofort neu belegt werden könne.

Der Werbefachmann betonte, er habe sich die Adresse gesichert, um sie Merkel kostenlos zu übergeben und dabei auf die Nöte des Mittelstandes aufmerksam zu machen. Er knüpfe an die Übergabe keine Bedingungen und habe mit der Adresse nie Geld verdienen wollen. Die Domain bundeskanzlerin-merkel.de war nicht die einzige, die sich die neue Bundesregierung erst von anderen Besitzern besorgen musste: Die Domain bundeskanzlerin.de, die der PR-Berater Lars Heitmüller auf sich hatte registrieren lassen, wurde Angela Merkel aber ohne größeren Zwist bereits vor einigen Tagen übergeben. (jk)

Anzeige
Anzeige