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Die Einbau-SIM

Im Handel tauchen erste Geräte mit genormter, fest eingebauter eSIM auf. Auf längere Sicht wird die Einbau-Lösung die Plastikkärtchen verdrängen.

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Die Zeit der konventionellen SIM-Karte ist bald vorbei. Im Handel sind mit den Google Pixel 3 und 3XL sowie mit den Apple-iPhones XS, XS Max und XR die ersten Geräte mit genormter eSIM aufgetaucht. Zwar gab es in den zurückliegenden Jahren bereits Geräte mit eingebauter programmierbarer SIM, diese waren aber nicht genormt.

Noch ist die eSIM nur ein Zusatz-Feature, bislang haben damit ausgestattete Smartphones zusätzlich noch einen Einschub für eine konventionelle SIM. Mittelfristig werden die Hersteller aber die teure und fehleranfällige Mechanik einsparen wollen. Ist kein Einschub mehr vorhanden, lässt sich das Gerät günstiger produzieren und zuverlässiger gegen Staub und Flüssigkeiten abdichten.

An die Stelle der Beschaffung und des Einsetzens der SIM-Karte eines Mobilfunkanbieters tritt künftig das Herunterladen und Aktivieren der Profilinformationen zur Programmierung der eSIM. Der Mobilfunkanbieter spart sich damit den aufwendigen Vertrieb von SIM-Karten, der Kunde muss seinerseits nicht auf die Post warten oder sich auf den Weg zum Ladengeschäft machen. Die Übertragung der Profilinformationen und deren anschließende Aktivierung laufen online, über eine bestehende WLAN-Verbindung oder über den Mobilfunk. Verkauft oder verschenkt man ein Gerät mit aktivierter eSIM, muss man zuvor die installierten Profile löschen, um einen Missbrauch zu verhindern.

eSIMs bekommt man derzeit bei den Netzbetreibern Telekom, Vodafone und O2 sowie beim Service Provider Mobilcom-Debitel. Allerdings sind eSIM-Profile bisher nur für Laufzeitverträge erhältlich. Für Prepaid-Kunden gibt es bislang keine eSIM-Profile. Anders als bei Geräten mit physischer SIM ist der Kunde davon abhängig, dass er das gewünschte Profil herunterladen kann. Die schon zum Start eingeschränkte Auswahl zeigt die Nachteile des neuen Systems.

Mehr zur fest eingebauten und programmierbaren eSIM lesen Sie in c't 3/2019:

(uma)