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Die "Faire Maus" ist jetzt noch fairer

Der Verein Nager IT produziert seit vier Jahren die "faire Maus" als Vorzeigeprodukt für bessere Arbeitsbedingungen in der Elektronik. Nun gibt es eine neue Version mit einer Reihe von Verbesserungen.

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Die "Faire Maus"

(Bild: Nager IT)

Der Verein Nager IT hat eine neue Version seiner "fairen Maus" vorgestellt – ohne neue Funktionen, aber mit Fortschritten bei der Umweltverträglichkeit, den Produktionsbedingungen und der Qualität, wie Nager-IT-Vorstand Susanne Jordan berichtet.

Die erste "faire Maus" kam 2012 auf den Markt, also noch vor dem ersten Fairphone. Jordan wollte demonstrieren, dass auch Elektronik unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt werden kann.

Gehäuse aus Zucker, Scrollrad aus Holz

Die neue Version der Maus unterscheidet sich in mehreren Punkten von der alten: Zum Löten wird recyceltes Zinn der Initiative Fairlötet verwendet; das USB-Kabel ist haltbarer und soll ab 2017 unter verbesserten Arbeitsbedingungen in China gefertigt werden; das Gehäuse besteht aus einem Kunststoff aus Zuckerrohr, entwickelt von der Hochschule Hannover und gefertigt von der Firma Beoplast. Außerdem produziert Nager IT das Scrollrad nun nicht mehr aus Kunststoff, sondern aus Holz. Der Preis liegt bei 29,90 Euro.

Pläne für die Zukunft hat Nager IT auch schon bekanntgegeben: "Version 3 ist in Arbeit mit komplett fairer Leiterplatte, die mit recycletem Kupfer beschichtet sein soll, mit fairen Füßchen, faireren Schaltern, fairerem Kabel, diversen fairen Metallen und mit einem Gehäuse aus fairem Zucker." (cwo)

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