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Die Gendarmerie spart mit freier Software

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Rund 40 Prozent der Gesamtbetriebskosten spart die französische Gendarmerie durch den Einsatz freier Software in rund vier Jahren, wie Projektleiter Stéphane Dumond auf der Evento-Linux-Konferenz 2013 Ende September in Lissabon berichtete. Das erfolgreiche Projekt läuft bereits seit 2008: Rund 72 000 Desktop-Rechner und Laptops der französischen Gendarmerie sollen im Rahmen des GendBuntu-Projekts auf eine angepasste Ubuntu-Variante umgestellt werden.

Die Vorteile reichen weit über die Einsparung der Lizenzkosten hinaus: Auch die Verwaltung der Arbeitsplatzrechner sei einfacher geworden und werde mit kleineren, zentral organisierten Teams durchgeführt. Vor Ort seien weniger technische Eingriffe vonnöten, so Dumond. Vom Einsatz freier Software erhofft er sich auch mehr Unabhängigkeit von den Entscheidungen der Software-Hersteller. Neben der Umstellung auf Linux sollen künftig alle 95.000 User Zugriff auf das interne Netzwerk der Gendarmerie erhalten, bislang traf dies nur auf einen kleinen Anteil von rund 20.000 User zu.

Um die Migration zu erleichtern, wurde bereits ab 2004 nach und nach auf freie Software umgestellt, die sowohl für Windows als auch Linux verfügbar ist. Zunächst ersetzte OpenOffice auf vielen Arbeitsplätzen das bis dahin verwendete Microsoft Office. Ab 2006 kamen als Browser und Mail-Client Mozilla Firefox und Thunderbird zum Einsatz, in den Jahren danach folgten Gimp und VLC Media Player.

Bei der Migration zu Linux fiel die Wahl auf Ubuntu mit Langzeitunterstützung, mittlerweile ist hier Version 12.04 im Einsatz. Aktuell laufen bereits 37.000 Rechner der französischen Polizei mit der Ubuntu-Variante GendBuntu. Bis zum Herbst 2014 sollen die restlichen Arbeitsplatzrechner mit GendBuntu ausgestattet werden, kündigt Dumond in seiner Präsentation an. (lmd)