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Die Handy-Tastatur als Stolperstein fürs mobile Internet

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Das mobile Internet ist da, aber warum nutzt es kaum jemand? "Weil der Zugang zum Internet offensichtlich noch viel bequemer über eine PC-Tastatur als über die fingerbrecherische Handy-Tasten-Eingabe zu bewerkstelligen ist", lautet die zentrale Aussage einer internationalen Online-Studie, die von der Consulting-Firma Accenture (ehemals Andersen Consulting) durchgeführt wurde.

Von den insgesamt 3.189 befragten Handy-Besitzern aus Deutschland, Finnland, Großbritannien, Japan und den USA gaben nur 15 Prozent an, dass sie auch per Mobiltelefon auf das Internet zugreifen. Und weniger als ein Prozent der Befragten nutzt demnach das Feature, von dem sich das Web-Business am meisten verspricht: Das mobile Online-Shopping.

"Wollen Sie mit dem Handy ein Buch online bestellen, müssen Sie 366 Mal eine Taste drücken", erläutert Accenture-Partner John Beck, "bestellen Sie hingegen vom PC aus, müssen Sie das nur 143 Mal tun." Da die meisten Handys (noch) nicht über einen vollen Zeichensatz verfügten, sei der Aufwand für die Eingabe eines einzelnen Buchstabens nahezu dreimal so groß.

Die Untersuchung habe auch ergeben, dass die meisten Befragten von der Idee des mobilen Internet angetan seien, dass ihrer Meinung nach die Umsetzung aber noch in den Kinderschuhen stecke. Bemängelt wurden häufig die Display-Größe aktueller Handys, langsame Verbindungen und die hohen Kosten des mobilen Internet-Services. Eine große Ausnahme stellen nach Angaben von Beck aber die Japaner dar: Mehr als 70 Prozent hätten angegeben, mit dem Handy auch jetzt schon im Internet zu surfen – was den von NTT DoCoMo immer wieder verkündeten stolzen Zahlen für den japanischen Handy-Internetdienst i-mode, den der japanische Konzern auch nach Europa bringen will, entspricht. (pmz)