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Die Kalenderfrage: Analog oder digital?

Eine aktuelle Umfrage zur Kalendernutzung zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen nach wie vor mit Papierkalendern plant.

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Die Kalenderfrage: Analog oder digital?

Wie planen die Deutschen ihre privaten Termine? Dazu befragte YouGov Deutschland im Dezember im Auftrag der E-Mail-Anbieter Web.de und GMX insgesamt 2078 Personen über 18 Jahren; die Ergebnisse der Umfrage seien repräsentativ, teilen die Auftraggeber mit. Demnach planen 46 Prozent der Deutschen immer noch analog, also mit einem Wand- oder Taschenkalender aus Papier. 33 Prozent verwenden die Kalender-App ihres Smartphones und 11 Prozent halten ihre Termine durch Synchronisation auf PC und Mobilgeräten auf einem einheitlichen Stand. 9 Prozent verwalten Termine lediglich auf dem PC und 12 Prozent nutzen gar keinen Kalender.

Für das analoge Terminmanagement mit einem Papierkalender spricht aus Sicht von 48 Prozent der Kalender-Nutzer vor allem, dass sich Termine dort einfach und schnell eintragen lassen. Der digitale Kalender überzeugt 29 Prozent wegen der ständigen Verfügbarkeit des Smartphones. Als weitere Vorteile der digitalen Variante wurden Erinnerungsfunktion und Serientermine genannt.

Digitalnutzer seltener zu spät dran

Bei der Statistik zu Schnitzern und Pannen rund um Termine schneiden digitale Kalender besser ab: Während laut Umfrage fast jeder Vierte (24 Prozent) ab und an einen Termin verpasst, weil er zu spät in seinen analogen Kalender schaut, geht bei den Digitalkalender-Verwendern weniger schief: 8 Prozent haben schon mal einen Termin wegen falsch konfigurierter Erinnerungsfunktion im Digitalkalender versäumt, 6 Prozent haben einen Termin versehentlich gelöscht und 5 Prozent finden es mitunter zu umständlich, einen Termin überhaupt digital zu notieren.

Wie in anderen Bereichen sind viele Deutsche offenbar auch beim Terminmanagement zurückhaltend mit der Nutzung der Cloud. So speichern laut der Umfrage 26 Prozent ihre Termine ausschließlich lokal auf nur einem Endgerät. Knapp ein Drittel (29 Prozent) entscheidet sich gegen die gemeinsame Nutzung eines digitalen Kalenders, weil niemand Zugriff auf die eigenen Termine haben soll. Das Teilen digitaler Termine schätzt nur eine Minderheit: Die Nutzer eines digitalen Kalenders organisieren darüber zum Teil Partnerschaft (17 Prozent), Familienleben (16 Prozent), Aktivitäten im Freundeskreis (9 Prozent), Hobbies und Ehrenämter (8 Prozent) oder das Vereinsleben (6 Prozent). (dwi)

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