Die Open-Content-Lizenz wird europäisch

Juristen haben die Lizenz für Freie Inhalte neu abgefasst und an die Besonderheiten des deutschen und europäischen Rechts angepasst.

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Von
  • Egbert Meyer

Juristen haben die Lizenz für Freie Inhalte neu abgefasst und an die Besonderheiten des deutschen und europäischen Rechts angepasst. Die bisher bekannten Open-Content-Lizenzen, insbesondere die Lizenzen der Creative Commons, aber auch die Open Publication License, die der Verlag O'Reilly benutzt, wurden vor dem Hintergrund des in den USA geltenden Urheber- und Vertragsrechts geschrieben. Ob sie in allen Passagen mit deutschem und europäischen Recht zu vereinbaren sind, ist in Juristenkreisen stark umstritten.

Die neue Lizenz, die in Zusammenarbeit des Instituts für Rechtsfragen der Freien und Open-Source-Software (ifross) mit dem Universitätsverbund Multimedia (UVM) entstanden ist, soll die bisher bestehenden Zweifel ausräumen. Nach Angaben der Autoren ist sie für die Verbreitung innerhalb Europas besonders geeignet. Auf einer heute freigeschalteten Website sind neben der Open-Content-Lizenz des UVM auch Lizenzen für die kostenlose Verbreitung von Inhalten im Internet und der Nutzung von Inhalten in bestimmten Nutzerkreisen zu finden.

ifross-Leiter Dr. Axel Metzger hofft, dass sich das Angebot an Musterlizenzen und Informationen als deutsche Alternative zu den Creative Commons etabliert. Das Open-Content-Projekt, das unter anderem das Ziel verfolgt, von Hochschulen finanzierte und entwickelte multimediale Lehr- und Lernmaterialien breiten Nutzerschichten zu erschließen, wurde aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. In Kürze wollen die ersten Hochschulen in Nordrhein-Westfalen die neue Lizenz für die "Freigabe" ihres Contents nutzen. (em)