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Die Spiele beginnen – Eine Übersicht zur Gamescom 2018

Die Gamescom in Köln feiert ein Jubiläum und erwartet hunderttausende Besucher. Aber nicht nur Spielefans sollen etwas von der Messe haben. Eine Übersicht.

Gamescom Köln

Von kommendem Mittwoch an (22. August) werden Freunde von Computer- und Videospielen traditionell wieder nach Köln zu einer der wichtigsten Messen der Branche pilgern.

(Bild: dpa, Henning Kaiser)

"Vielfalt gewinnt" ist das Motto der Gamescom in diesem Jahr. Gemeint ist damit zwar vor allem, dass Computer- und Videospiele heute nicht mehr nur ein Thema für ein paar spezialisierte Computer-Freaks sind – sondern Alltag für viele Menschen. Das Motto kann aber auch als Hinweis in eine andere Richtung gelesen werden: Die Messe ist zu einem bunten Sammelsurium geworden, in dem man leicht den Überblick verlieren kann. Was muss man also wirklich wissen? Ein Überblick.

gamescom - Trailer 2018 (Quelle: mygamescom)

Der erste Messetag am Dienstag (21. August) ist vor allem Fachbesuchern und Medien vorbehalten, von Mittwoch (22. August) an dürfen alle rein. Abschlusstag ist der Samstag (25. August). Im vergangenen Jahr kamen mehr als 350.000 Besucher zur Gamescom. Da nicht jedes Spiel auf der Messe für jedes Alter geeignet ist, werden am Eingang Bändchen verteilt. An den Ständen ist dann schnell erkennbar, wer einen Titel anspielen darf und wer nicht. Grün steht etwa für eine Altersfreigabe ab 12 Jahren, rot für 18 Jahre aufwärts.

Die Gamescom knackt in diesem Jahr nach eigenen Angaben die Marke von 1.000 Ausstellern – neuer Rekord. Darunter sind natürlich bekannte Branchen-Größen wie Nintendo, Sony, Activision Blizzard, Ubisoft und Microsoft, aber auch zum Beispiel Amazon und Facebook. Partnerland ist 2018 Spanien, das sich nicht nur den Fachbesuchern, sondern auch allen Hobby-Spielern mit seinen Gaming-Unternehmen präsentieren will. Das Land ist der viertgrößte Computer- und Videospielmarkt in Europa.

Ein großer Teil des Publikums besteht immer noch aus überzeugten Videospielfans, die auch bereit sind, stundenlang vor einem Stand zu warten. Die Warteschlangen auf der Gamescom sind legendär, ebenso wie die Menschenmassen, die sich durch die Hallen drücken. Die Messe ist auch ein Treffpunkt für Cosplayer – Video- und Computerspielefans, die sich als ihre Lieblingsfiguren verkleiden. Für sie wurden "Kostümgestaltungsregeln" veröffentlicht – man ist ja in Deutschland. Scharfkantige Kostümteile etwa sind verboten.

Köln mit dem Auto zu besuchen, ist per se nicht die allerbeste Idee. Die Bahn-Unternehmen in der Region setzen 32 Sonderzüge ein. In den Morgenstunden wird zum Beispiel die Verbindung aus Richtung Dortmund und Düsseldorf (RE 1) nach Köln aufgestockt. Wer in Köln bleiben möchte und eine Unterkunft braucht, kann über das sogenannte Gamescom Camp, "Europas größtes Gaming Zeltlager", nachdenken – direkt am Rheinufer. Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) will dort auch die erste "Pop-up-Jugendherberge" eröffnen. 80 Messebesucher sollen so eine "komfortable, einzigartige Unterkunft in Messenähe" erhalten.

gamescomCamp 2017 - Aftermovie – Quelle: mygamescom

2009 öffnete die Gamescom erstmals in Köln, sie löste damals die Gamesconvention in Leipzig ab. Wer durchzählt, stellt fest: 2018 findet die zehnte Gamescom statt. Land und Stadt feiern den Geburtstag mit einer aufwendigen Illumination am Rheinufer. Rund 7.000 Leuchtstoffröhren sollen allabendlich markante Kölner Bauwerke in Szene setzen, darunter auch Rhein-Brücken.

Wer Computerspiele trotz allem doof findet, kann dennoch von der Gamescom profitieren. In der Kölner Innenstadt findet erneut das "Gamescom City Festival" mit Musik statt – und kostenlosem Eintritt. Vor allem Fans des deutschen Hip-Hop vor der Zeit des Gangsta-Raps dürften sich freuen, da Fünf Sterne Deluxe auftreten. Mit dabei sind auch Kettcar und eher lokale Top-Gruppen wie "Querbeat".

Zudem wird im Rahmen der Gamescom wieder fleißig debattiert und konferiert. Am Mittwoch (22. August) etwa gibt es den "Gamescom Congress" zum Thema "Mehr als Spiele". Eröffnet wird er von einer politischen Runde, in der Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Lars Klingbeil (SPD), Nicola Beer (FDP), Jörg Schindler (Die Linke) und Michael Kellner (Grüne) aufeinander treffen.

Mehr Infos

(mit Material der dpa) / (bme)

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