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Die Tops und Flops der Gamescom 2018

Die Jubiläums-Gamescom war größer und voller als je zuvor. Neben Blockbuster-Spielen beschäftigte die Besucher auch ein gesellschaftliches Thema.

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Die Tops und Flops der Gamescom 2018

(Bild: heise online)

Die zehnte Gamescom war gleichzeitig die erste nach Merkel: Der Besuch der Bundeskanzlerin im vergangenen Jahr hat der Spielebranche ein weiteres Stück Legitimation gegeben. In der Politik wird die Spielebranche mittlerweile als Innovationstreiber, Wirtschaftsfaktor und Kulturträger gesehen. 2018 gab es auf der Gamescom mehr Besucher und Aussteller als in den vergangenen Jahren. Und es ging auch in diesem Jahr politisch zu. Ein großer Aufreger war das Indie-Spiel "Through the Darkest of Times", das als erstes Videospiel in Deutschland Hakenkreuze zeigen darf – zumindest in der Gamescom-Demo. Die für die Alterseinstufung zuständige USK darf künftig im Einzelfall prüfen, ob verfassungswidrige Symbole in Videospielen zugelassen werden können.

heise online hat sich eine Woche lang auf der Gamescom umgesehen, Spiele gespielt und mit Entwicklern gesprochen. Was uns gefallen hat -- und was nicht -- zeigt die Bildergalerie.

Tops & Flops der Gamescom 2018 (10 Bilder)

Top: Cyberpunk 2077 (CD Projekt Red)

Mit der punkigen Umsetzung von Cyberpunk 2077 trifft CD Projekt Red genau die richtigen Töne. Da lass ich dem Studio gerne Zeit, damit die Mischung aus GTA und Deus Ex so toll wird, wie es die knapp einstündige Vorführung auf der Gamescom verspricht. (Hartmut Gieselmann)

(Bild: CD Projekt Red)

Unter dem Motto "Vielfalt gewinnt" will das größte Spiele-Event Europas ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung setzen. Viele Spiele gehen diesen Trend mit. In Battlefield 5 und Assassin's Creed Odyssey kann man jetzt zum Beispiel auch als Frau spielen. Vielfältig waren auch die gezeigten Spiele selbst: Kleine Indie-Titel, große Blockbuster, Mobil- und Browserspiele. Der ganz große Kracher fehlte allerdings. Traditionell werden auf der Gamescom kaum neue Spiele angekündigt. Eine willkommene Ausnahme war in diesem Jahr die Neuauflage des Aufbaustrategie-Klassikers Die Siedler.

Einige der besten Spiele kamen aus Polen: CD Projekt hat Cyberpunk, ein steampunkiges Acton-Rollenspiel, gezeigt. Und im ebenfalls vielversprechenden Dying Light 2 klettert und ballert sich der Spieler durch eine Zombie-Postapokalypse. Deutsche Studios hinken mit Ausnahme von Blue Byte hinterher. Felix Falk, Geschäftsführer des Branchenverbands Game, fordert daher einen Spiele-Fonds in Höhe von 50 Millionen Euro jährlich. die sowohl kleinen als auch großen Studios zukommen sollen. Es liegt am Verkehrsministerium, seine Forderungen umzusetzen. (dahe)