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Die Zukunft von CentOS

Sogenannte Special Interest Group Releases von CentOS sollen ein stabiles Basissystem mit aktueller Software aus Bereichen wie Cloud, Storage, Virtualisierung und Desktop verbinden.

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Red Hats CentOS Engineering Manager, Karsten Wade, hat gegenüber ZDNet erklärt, wie es mit CentOS nach dem Zusammenschluss mit Red Hat weitergehen soll. In Zukunft wird es CentOS in verschiedenen Varianten geben. CentOS Core soll dabei ein RHEL-Klon in Art der bisherigen CentOS-Releases bleiben, wobei der zeitliche Abstand zwischen der Veröffentlichung neuer Versionen von Red Hat Enterprise Linux und der entsprechenden CentOS-Version kleiner werden soll.

Sogenannte Special Interest Group (SIG) Releases erweitern CentOS Core um aktuelle Software aus verschiedenen Bereichen. Einige SIG Releases sind bereits geplant: CentOS Cloud könnte die jeweils aktuelle OpenStack-Version enthalten, CentOS Virtualization zusätzliche Hypervisoren neben dem in RHEL genutzten KVM, CentOS Storage spezielle Software zum Aufbau von Speichersystemen. Über weitere SIG Releases wird bereits nachgedacht. Auf der Agenda stehen beispielsweise eine Desktop-Version, eine CentOS-Variante für Web-Hoster und ein VoIP-Server.

Die Idee dahinter: Typische CentOS-Anwender wollen laut Wade ein stabiles System, jedoch gleichzeitig in einzelnen Bereichen mit aktuellen Software-Versionen arbeiten. CentOS soll zukünftig genau dieses Bedürfnis befriedigen und würde dann eine Zwischenstellung einnehmen zwischen dem auf Stabilität ausgelegten Red Hat Enterprise Linux und Red Hats Community-Distribution Fedora, in der neueste Software ausprobiert wird. (odi)