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Die beschreibbare DVD als Massen-Medium

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Nur noch ein paar Monate, und es ist so weit: Beschreibbare DVDs ermöglichen dem finanziell potenten Privatmann, Videos ohne viel Federlesens einfach auf einer Scheibe in CD-Größe aufzunehmen. Die Geräte dafür werden bereits auf der CeBIT gezeigt: Der von Pioneer propagierte DVD-R/RW-Standard sowie DVD+RW, das die Unterstützung fast der gesamten Konkurrenz genießt, versprechen dem Anwender totale Kompatibilität für DVD-ROM-Laufwerke und auch DVD-Videoplayer.

Ob sich letztendlich ein einziger Standard durchsetzen wird, und wenn ja welcher, ist noch nicht recht ersichtlich. Bisher hat nämlich nur DVD-RW das Plazet vom DVD Forum, das sich als Herstellervereinigung für die Standardisierung im DVD-Bereich zuständig fühlt, aber keine verbindlichen Forderungen stellen kann.

Derweil kommen auf die Kunden bereits die ersten Geräte zu, die in wenigen Wochen (Pioneer) beziehungsweise Ende des Sommers (DVD+RW) auch wirklich zu haben sein sollen. Bei beiden sollen die Einführungspreise unter 2000 Mark liegen, Medien soll es für um die 30 Mark geben. Damit sich das einfache Kopieren von Video-DVDs nicht durchsetzt, gibt es auch einen Kopierschutzmechanismus, der mit Rohlingen für den allgemeinen Gebrauch (im Unterschied zur Authoring-Variante) das Aufspielen von CSS-geschütztem Material verhindert.

Innerhalb der DVD+RW-Gemeinde wollen sich zunächst Hewlett-Packard und Ricoh um die PCs kümmern, Thomson und Philips werden etwa zum selben Zeitpunkt mit Wohnzimmer-Geräten dienen können. Der Traum einer jeden Sofakartoffel ist also auf dem besten Wege, wahr zu werden: Der digitale Videorekorder, der bis zu vier Stunden Material auf Medien bringt, die deutlich unempfindlicher und länger haltbar sind als VHS-Bänder. (pmo)