Die ersten US-Firmen sind unter den Privacy Shield geschlüpft

Microsoft und Salesforce gehören zu den ersten Unternehmen, die Daten zwischen EU und USA unter dem Schutz des Privacy Shield übertragen wollen.

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Die Regelungen des Privacy Shield sollen einen rechtssicheren Datentransfer zwischen der EU und den USA für Unternehmen sicherstellen. Die Vereinbarung garantiert Mindeststandards für den Schutz persönlicher Daten von Europäern, die in den USA gespeichert oder verarbeitet werden. Der "EU-US Privacy Shield" löst das alte Safe-Harbor-Abkommen ab, das der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Herbst 2015 für ungültig erklärt hatte.

Laut der Übereinkunft soll das US-Handelsministerium Firmen, die Daten aus Europa verarbeiten, auf die Einhaltung der vereinbarten Standards überwachen. Bürgerrechtler kritisieren, der Privacy Shield sei lediglich eine umbenannte Neuauflage des gekippten Safe-Harbor-Abkommens; auch der EU-Datenschutzbeauftragte wies die neue Vereinbarung zurück.

Mittlerweile hat das US-Handelsministerium knapp 40 Unternehmen auf die Liste der Unternehmen aufgenommen, die unter dem Privacy Shield arbeiten, darunter Microsoft und Salesforce. Unternehmen müssen sich dazu selbst bestätigen, dass sie die Datenschutzstandards des Abkommens erfüllen, und ihre Datenschutzregeln öffentlich machen. Außerdem sieht Privacy Shield einen definierten Beschwerdeweg für betroffene Bürger vor, den die Unternehmen ebenso wie ihre Datenschutzregeln über die Privacy-Shield-Liste zugänglich machen. (odi)