Menü

Die größten taiwanischen Firmen gehören zur IT-Branche

vorlesen Drucken Kommentare lesen 10 Beiträge

Hon Hai Precision Industry löste im Jahre 2001 die Chip-Herstellungsfirma TSMC als umsatzstärkstes privates Unternehmen in Taiwan ab. Hinter der Firma Hon Hai, die laut Taiwan Commercial Times mit mehr als 56 Prozent Umsatzwachstum auf 144,2 Milliarden Neuen Taiwan Dollar (NTD, rund 4,7 Milliarden Euro) die Liste anführt, verbirgt sich der hauptsächlich als Kabel- und Steckverbinder-Spezialist bekannte Hersteller Foxconn.

Der Trend zum Outsourcing und zu großen Aufträgen, beispielsweise vom PC-Weltmarktführer Dell, brachten Foxconn nicht nur in Taiwan an die Spitze und mit etwa 16 Millionen Stück zum weltweit größten Hersteller von PC-Mainboards. Damit reiht sich das Unternehmen auch in die Riege der ganz großen Auftragsfertiger wie Solectron und Flextronics ein, die für Firmen wie Microsoft, Palm, Sony, Ericsson, Alcatel, Fujitsu-Siemens und viele andere Produkte wie die X-Box, Handys, Organizer, ganze PCs und Server herstellen.

Auf TSMC folgt der auf Notebooks spezialisierte Auftragshersteller Quanta in der Liste der umsatzstärksten taiwanischen Firmen. Im verlustreichen Jahr 2001 erreichten nur diese ersten drei Unternehmen jeweils mehr als 100 Milliarden NTD (rund 3,3 Milliarden Euro) Umsatz.

Im Vorjahr war dies mit Nan Ya Plastics, der zweitgrößten Chip-Foundry UMC, Acer und China Steel noch vier weiteren Firmen gelungen. Doch die Verluste der Nanya-Halbleiter-Tochter Nanya Technology und die Abspaltung der Sparten Wistron und Benq vom riesigen Acer-Konglomerat veränderten die Reihenfolge -- es steht nur noch an Platz sieben. Nan Ya Plastics, selbst wiederum wie auch die Chipsatzfirma VIA zur Formosa-Plastics-Group gehörig, steht auf Platz vier, gefolgt von China Steel.

Auf Platz sechs liegt Asus Tek, mit Mainboards, Grafikkarten, Server-Barebones, Notebooks und jetzt auch PDAs offenbar gut im Rennen. Auch Compal, außer Quanta und Acer einer der weltgrößten OEM-Hersteller von Laptops, kam auf die taiwanische Firmen-Top-Ten-Liste. Notebooks bringen offenbar selbst in schwierigen Zeiten Geld in die Kassen.

UMC erreichte mit rund 64 Milliarden NTD Umsatz den letzten Platz der Liste. Der Auftragsfertiger Inventec schaffte es wegen der schwachen Absatzzahlen seines Großkunden Compaq nicht mehr unter die ersten Zehn.

Fast alle der genannten Firmen investieren trotz behindernder Gesetze der taiwanischen Regierung massiv im "Mainland China", also der Volksrepublik. Vor allem die dort günstigeren Lohnkosten locken die Hersteller, von denen viele ja ohnehin bereits die "verlängerten Werkbänke" großer westlicher IT-Firmen sind. (ciw)