Menü

Die schaffen Platz: Überbreite Büromonitore im Test

Brauchen Sie mehr Überblick und sind genervt vom Kabelsalat auf Ihrem Schreibtisch? Dann könnten überbreite Büromonitore für Sie die Lösung sein.

Die schaffen Platz: Überbreite Büromonitore im Test

Wenn die Monitore auf dem Schreibtisch überhand nehmen und die Kabel sich zu Wollmäusen zusammenrotten, wird es Zeit für einen größeren Schirm. Am besten ein überbreites, ergonomisch gebogenes, gut ausgestattetes Display mit eingebautem Dock. Auf überbreite Displays mit 34 Zoll Diagonale passen gut dreieinhalb DIN-A4-Seiten in Originalgröße nebeneinander. Bei 49-Zöllern sind es sogar fünf Seiten und an den Seiten ist noch Platz für Werkzeugleisten. Damit ersetzen die Breitbild-Monitore locker zwei oder drei kleinere Monitore.

c't hat fünf gebogene Großbildschirme mit mattierter Oberfläche zwischen 34 und 49 Zoll getestet. Die leicht gebogene Form macht das Arbeiten an den überbreiten Schirmen angenehm. Drei 34-zöllige Bildschirme im Test von Fujitsu, NEC und Samsung haben 21:9-Format, zeigen 3440 × 1440 Bildpunkte und erreichen so ergonomische 100 dpi. Sie kosten zwischen 650 und 890 Euro; Dell hat eine preiswertere Variante mit 2560 × 1080 Bildpunkten für 440 Euro im Programm. Samsungs 49-Zöller ersetzt mit seinen 3840 × 1080 Pixeln zwei 27-zöllige Full-HD-Monitore – ohne störenden Rahmen in der Mitte. Curved sind auch die 38-Zöller von LG und Dell: Mit ihren 3840 × 1600 Pixel (24:10) erreichen sie 112 dpi und sind damit quasi ein fürs Büro prädestinierter 16:10-Monitor mit seitlich angefügter Fläche von je einem Viertel Schirm.

Anzeige

Zur Ansteuerung der überbreiten Monitore mit voller Auflösung in 60 Hertz benötigt man HDMI 2.0 oder DisplayPort 1.2; die Geräte im Test haben gleich mehrere davon eingebaut. Die Displays von LG und Samsung kann an zusätzlich über USB-C mit Videosignalen versorgen und sie darüber auch als Dockingstation nutzen. Alle getesteten Monitore halten USB-Hubs für Peripherie bereit. Man kann zwei PCs anschließen und deren Inhalte gleichzeitig nebeneinander auf den Schirm holen. Bei zwei Geräten kann man sich dann sogar den KVM-Switch sparen: Über die im Monitor eingebauten USB-Eingänge lassen sich die PCs mit einem Tastatur-Maus-Set betreiben.

Wie sich gezeigt hat, ist es sinnvoll, ein Fenster in die Mitte des Schirms und die anderen drumherum zu legen. Bei einem reinen Side-by-Side-Betrieb schaut man ansonsten oft auf die Naht zwischen den Fenstern – was auch dann stört, wenn dort kein Gehäuserahmen liegt. Um die große Schirmfläche möglichst einfach aufteilen zu können, legen die Hersteller Software bei, die das in diversen Kombinationen auf Knopfdruck erledigt.

Die Ausstattung war bei allen Geräten mindestens gut, fast alle hatten aber leichte Probleme, ihre riesige Schirmfläche gleichmäßig auszuleuchten. NEC steuert mit der Uniformity-Funktion erfolgreich gegen. Sie sorgt für eine homogene Ausleuchtung. Wie in dieser Preisklasse zu erwarten nutzen alle Geräte blickwinkelstabile IPS- oder VA-Panels. Als besonders kontraststark erwies sich Samsungs 49-Zöller C49J890, als besonders farbstark LGS 38-Zöller 38WK95C; er beherrscht als einziger im Test HDR10. Einen großen Farbumfang mit 10-Bit-Unterstzüzung bietet auch das 38-zöllige Pendant U38180W von Dell und der B34-9UE von Fujitsu.

Wie die einzelnen Monitore im Detail abgeschnitten haben, lesen Sie in der aktuellen c't 16/2018:

(uk)

Anzeige