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Diffbot analysiert E-Commerce-Angebote

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Das Web-Analysewerkzeug Diffbot des gleichnamigen US-Start-ups kann nun auch Online-Shops auswerten, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Schon seit dem vergangenen Jahr ist das KI-Werkzeug dazu fähig, Nachrichten-Websites in ihre semantischen Einzelteile zu zerlegen. Dabei werden Algorithmen aus dem Bereich des maschinellen Lernens verwendet.

Diffbot bietet verschiedene Programmierschnittstellen (APIs) an. Die bisherige API für Artikelseiten schnappt sich zum Beispiel die Adresse einer Nachrichten-Website und zerlegt diese dann in Überschrift, Anrisstext, Fließtext, Bilder und Themen-Tags. Ähnlich agiert nun auch die neue E-Commerce-API: Sie extrahiere Daten wie Bilder, Produktbeschreibung und Preise, sagt Diffbot-Chef Mike Tung.

Der Firmenmitbegründer erhofft sich vom weltweit noch immer wachsenden Online-Shopping gute Geschäfte. Er kann sich beispielsweise vorstellen, dass die API von E-Commerce-Anbietern genutzt wird, um Produkte und Preise ihrer direkten Wettbewerber zu analysieren, ohne dass das ein Mitarbeiter händisch tun müsste. Ein Social-Media-Angebot wie das Bildernetzwerk Pinterest könnte sich wiederum automatisiert Informationen von Produktseiten holen, die die Nutzer dann untereinander teilen dürfen. Webservern gegenüber verhält sich Diffbot ähnlich wie ein echter Nutzer.

Als Nächstes will Diffbot nun an Erkennungsverfahren arbeiten, die jede Art von Website analysieren können. Das wäre unter anderem praktisch, um Angebote automatisch an Bildschirmgrößen von Tablets oder Smartphones anzupassen, sagt Tung. Bislang müssen Angebote stets für Desktop-Rechner und Mobilgerät getrennt entwickelt werden oder über eine spezielle "Responsive Design"-Gestaltung verfügen, die sich automatisch anpasst.

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(bsc)