Menü

Digitale Wellness: Google weitet seine Digital-Wellbeing-Funktionen aus

Google-Smartphones bekommen mehr Enthaltsamkeits-Funktionen. Digital-Wellbeing-Experiments soll Entwickler ermutigen, sie ebenfalls zu integrieren.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 3 Beiträge

(Bild: Screenshot_YouTube/Digital Wellbeing Experiments)

Von

Das Smartphone nutzen, um es weniger zu nutzen. So in etwa sind Googles Digital-Wellbeing-Funktionen für Android-Geräte zu verstehen. Sie sollen helfen, die eigenen online-Aktivitäten besser zu kontrollieren. Google startet nun eine Plattform, die Entwickler ermutigen soll, solche Funktionen ebenfalls in ihre Apps zu integrieren.

Zum Auftakt veröffentlicht Google selbst fünf Funktionen, die als Blaupausen betrachtet werden können. Unlock Clock ist ein Live-Wallpaper, das zählt, wie oft ein Smartphone entsperrt wird. Mit Post Box kann man die Zeiten festlegen, zu denen man Benachrichtigungen bekommt. We Flip ist für Gruppen, die gemeinsam enthaltsam sein wollen. Über Desert Island wählt man aus, welche Apps die kommenden 24 Stunden genutzt werden dürfen – alle anderen sind dann gesperrt. Morph ist eine Funktion, die verschiedene Nutzungsbereiche mit jeweiligen Apps einrichten lässt – etwa einen Bereich für die Arbeit, Urlaube und Zuhause.

Das Paper Phone führt ganz aus der digitalen Welt heraus. Informationen, die am Tag wichtig sind, werden vorab herausgesucht und ganz klassisch ausgedruckt. Mit der richtigen Falttechnik entsteht ein kleines Büchlein, das, so handlich wie ein Smartphone, auch gleich der "Lückenfüller" für die Hosentasche sein kann.

Der Code für die Wellbeing-Experimente steht als Open Source frei zur Verfügung. Im sogenannten Hack Pack fasst Google alle Informationen zusammen. Nutzer finden in den betriebssystemeigenen Funktionen unter dem Menüpunkt "Digital Wellbeing & Jugendschutz" bereits Möglichkeiten, wie sie ihr Gerät in Schranken weisen und Störungen auf dem Android-Smartphone reduzieren können.

Naturgemäß ist es nicht das Interesse der Unternehmen, dass ihre Geräte weniger genutzt werden. Mit der Einführung von solchen Wellness-Funktionen wollen sie jedoch Forderungen nach regulatorischen Maßnahmen zuvorkommen. App-Entwickler setzen auf einige Psycho-Tricks, um Nutzer bei der Stange zu halten. Das haben sich die Kollegen der c't angeschaut. (emw)