Menü

Digitaler Stift wandelt Notizen in PDF-Dateien

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 67 Beiträge

Der Smartpen des Herstelllers Livescribe merkt sich in seinem Speicher jeden Federstrich, den der Anwender damit auf dem zugehörigen Notizpapier vollzogen hat, und überträgt diese Informationen später per USB an einen Desktop-Rechner. Die am heutigen Montag vorgestellte jüngste Stift-Variante für 130 Euro hat zwei GByte Speicher im Bauch und beherrscht Funktionen, die ältere Livescribe-Pens mit einem kostenloses Software-Update erst erlernen müssen.

Mit Hilfe eines fast unsichtbaren Punktrasters auf den von der Firma Anoto patentierten Notizblättern, welche man aus einer kostenlosen PDF-Datei selbst nachdrucken darf, kann der Stift Zeichnungen und Handschrift digitalisieren. Ebenfalls erkennt er Taps auf bestimmte Regionen des Blattes, die für den Anwender als gedruckte Schaltflächen markiert sind – etwa zum Starten der Audio-Aufnahme mit dem ebenfalls eingebauten Richtmikrofon oder zum Aufruf weiterer in den Stift heruntergeladener Anwendungen.

Neu ist die Fähigkeit zu sogenannten Pencasts. Mit dieser Technik verwandelt das Windows- oder Mac-OS-Programm Livescribe Connect die handschriftlichen und akustischen Aufzeichnungen bei der nächsten USB-Synchronisierung in ein interaktives Flash-PDF und kann diese ohne spätere Benutzereingaben automatisch als E-Mail oder an die Synchronisationssoftware eines anderen Mobilgeräts, an Google Docs, Evernote oder Facebook weiterleiten. Welche dieser Optionen für welche Inhalte zum Tragen kommt, legt man beim Schreiben durch eine Stiftgeste und anschließende Angabe des Ablageziels fest. Damit versetzt man den Stift in einen Lauschen-Modus, in welchem sich jedes später zu verschickende Notizblatt mit einem Tap und kleinere Informationsschnipsel durch Einkringeln selektieren lassen.

Smartpen (3 Bilder)

Notieren ...

Livescribes Smartpen digitalisiert auf Spezialpapier notierte Mitschriften und Skizzen. (Bild: Livescribe)

Insbesondere die Besitzer älterer Livescribe-Pens dürfte es interessieren, dass sie die Pencast-Funktion seit heute mit einem kostenlosen Software-Upgrade nachrüsten können, und dass in einigen Wochen ein weiteres Update erscheinen soll, das auch den Druck der bislang vielfach vermissten karierten Notizblätter ermöglicht. Gemäß amerikanischen Schreib-Gepflogenheiten gibt es bislang nur Vorlagen für liniertes und rautiertes Papier. (hps)

Anzeige
Anzeige