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Digitaler Weg zu Behörden soll kürzer werden

Bund und Länder haben am Donnerstag die Grundlage für einen Portalverbund im Internet gelegt. Damit soll es künftig möglich sein, dass Bürger in nur einem Internetportal Anträge stellen können – egal welche Behörde letztlich zuständig ist.

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Digitaler Weg zu Behörden soll kürzer werden

Der Behördenbesuch per Mausklick oder künftig gar per Sprachsteuerung soll viel einfacher werden. Bund und Länder legten am Donnerstag die Grundlage für einen Portalverbund im Internet. Damit soll es in einigen Jahren möglich sein, in nur einem Internetportal Anträge etwa auf einen neuen Personalausweis oder auf Kindergeld zu stellen, egal welche Behörde in Bund, Land oder Kommune zuständig ist.

Die dafür notwendigen Grundprinzipien für die technische Architektur wurden bei einer Tagung des sogenannten IT-Planungsrates in Potsdam beschlossen, wie die Vorsitzende, Brandenburgs Innenstaatssekretärin Katrin Lange, mitteilte. Bisherige Verwaltungsportale sollen dazu – unter Berücksichtigung der föderalen Strukturen – verknüpft werden. Bund und Länder hatten sich in dem Gremium zusammengeschlossen, der Vorsitz liegt dieses Jahr im Land Brandenburg.

"Wir sind bei der Digitalisierung noch hinter Italien", sagte Lange. Untersuchungen zufolge nutzten erst 45 Prozent der Menschen in Deutschland E-Government-Angebote, in Österreich seien es dagegen 74 Prozent. Ein Problem sei, dass die verschiedenen Behörden in Deutschland unterschiedlich weit seien. Eine zentrale Lösung komme aber auch nicht in Frage. "Wir können nicht überall neu anfangen." Daher sollen Standards helfen, um den Austausch zu vereinfachen. (dpa) / (mho)

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