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Digitales Post-it läuft ohne Stromzufuhr

Microsoft-Research-Mitarbeiter haben ein kleines E-Paper-Display samt Bluetooth-Modul entwickelt, das seine Energie über eine Solarzelle bezieht. Es könnte als digitale Post-it-Notiz am Kühlschrank an verschiedene Dinge erinnern.

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Digitales Post-it

Was wären wir ohne Post-it-Notizen? Sie erinnern beispielsweise an tägliche Aufgaben wie, die Katze aufzuhängen und die Wäsche rauszulassen – oder umgekehrt. Microsoft-Research-Mitarbeiter Tobias Große-Puppendahl und sein Team haben auf dem ACM User Interface Software and Technology Symposium eine elektronische Variante des Klebezettelchens vorgestellt.

Das digitale Post-it ist dünn, robust, wiederverwendbar und selbstklebend. Der Prototyp hat eine flexible Solarzelle auf der Rückseite und kommuniziert über ein Bluetooth-Low-Energy-Modul. Auf der Vorderseite besitzt das Gerät ein grob auflösendes E-Paper-Display. Es zeigt nicht mehr als 12 x 11 Pixel an und verbraucht daher beim Aktualisieren besonders wenig Strom. Zur Anzeige benötigt es keine Stromzufuhr. Sind die Mikrokapseln des E-Ink-Displays einmal geladen, bleibt das Bild dauerhaft sichtbar.

Selbst in Innenräumen soll die Solarzelle genug Strom liefern, um das Display mehrmals am Tag aktualisieren zu können. Über Apps für Laptop, Tablets und Smartphones soll sich das Display ansteuern lassen. So kann es grob aufgelöste Bilder anzeigen, etwa das Icon einer Regenwolke als Erinnerung, einen Schirm mitzunehmen.

Neben Tobias Große-Puppendahl waren eine Reihe Microsoft-Research-Mitarbeiter aus dem britischen Cambridge und dem US-Staat Washington am Projekt beteiligt, darunter Steve Hodges, Nicholas Chen, John Helmes, Stuart Taylor, James Scott, Josh Fromm und David Sweeney. Ob und wann aus dem Prototyp ein kommerzielles Produkt wird und was es kosten soll, steht nicht fest.

(akr)

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